Loyale Kunden erhalten keine Geräte: "Chaos" bei Apples iPhone-Abo

11. September 2016, 16:39
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Teilnehmer des Update-Programms werden offenbar bei der Bestellung neuer iPhone 7-Geräte benachteiligt

Vergangenes Jahr hat Apple ein Programm für besonders loyale Kunden präsentiert: Für einen bestimmten monatlichen Geldbetrag können diese ihr Gerät jedes Jahr erneuern, wenn sie insgesamt 24 Monate zahlen. Jetzt muss dieses "iPhone-Abo" erstmals den Praxistest bestehen – und scheitert daran offenbar massiv. Unzählige Apple-Fans beschweren sich in sozialen Medien und Kommentarspalten darüber, dass Apple sie beim Austausch ihres Geräts gegenüber "normalen" Kunden benachteiligt.

Nur in Apple Stores

So können Kunden, die nicht Teil des Abo-Programms sind, ihr iPhone gegen Bezahlung vorab bestellen, während Abonnenten ihr Gerät nur in Apple Stores abholen können. Dort sind wegen der oftmals künstlichen Verknappung der Geräte allerdings nur wenige iPhone 7-Modelle vorhanden. Offenbar ist der physische Austausch nötig, da Apple-Mitarbeiter den Zustand der dann eingetauschten Altgeräte überprüfen müssen.

Finanzielle Nachteile

Für Teilnehmer des Upgrade-Programms heißt das allerdings, dass sie bis mindestens November oder sogar 2017 warten müssen, um das exakt gewünschte Modell zu erhalten. Das wirkt sich aber finanziell nachteilig für sie aus. Denn wie Motherboard feststellt, können Nutzer nach 12 Zahlungen ihr Gerät tauschen. Die meisten Nutzer, die eingefleischte Apple-Fans sind, sind wohl seit dem Start des Programms im September 2015 dabei. Das heißt, dass sie sofort tauschen könnten. Tauschen sie jedoch erst im November, zahlen sie 14-fach. Kommt dann jedoch das iPhone 8 im September 2017, müssen sie erst recht mehr bezahlen, um schon beim Start des Verkaufs an das Gerät zu gelangen.

Apple selbst hat auf Anfragen bezüglich der Upgrade-Misere noch nicht reagiert. Ebenso ist unklar, wie viele Menschen wirklich an dem Programm teilnehmen. Das Unternehmen wird außerdem heuer erstmals keine Verkaufszahlen zum Startwochenende des iPhone-Verkaufs bereitstellen. Einige Technikblogs spekulieren, dass das mit einer geringeren Auslieferung an Geräten zu tun haben, die wiederum das Prädikat "Ausverkauft!" erlauben soll, um Investoren zu beruhigen. (fsc, 11.9.2016)

  • Wer sich das iPhone 7 mit dem Upgrade-Programm besorgen will, hat mit langen Lieferzeiten zu kämpfen
    foto: apa/afp/lam

    Wer sich das iPhone 7 mit dem Upgrade-Programm besorgen will, hat mit langen Lieferzeiten zu kämpfen

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