Weiterer Verdächtiger nach vereiteltem Anschlag in Paris festgenommen

11. September 2016, 13:14
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Premierminister Valls: Bedrohungslage in Frankreich ist "maximal"

Paris – Nach dem Bekanntwerden von Anschlagsplänen einer islamistischen Gruppe in Paris hat die französische Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Wie am Sonntag aus Ermittlerkreisen verlautete, wurde der junge Mann am Samstag in Paris festgenommen.

Er wurde demnach für ein Verhör zum Sitz des französischen Inlandsgeheimdienstes DGSI im nordwestlich der Hauptstadt liegenden Levallois-Perret gebracht. Die Ermittler versuchen demnach, seine Verbindungen zu den zuvor festgenommenen Frauen zu klären.

Nach dem Fund eines mit Gasflaschen beladenen Autos nahe der Kathedrale Notre Dame im Pariser Stadtzentrum am vergangenen Wochenende hatte die Polizei am Dienstag eine erste Verdächtige festgenommen. Gegen die 29-jährige Ornella G., die als Hauptverdächtige gilt, wurde am Samstag ein Ermittlungsverfahren wegen "Verschwörung im Zusammenhang mit einer terroristischen Straftat" eingeleitet.

Am Donnerstag wurden drei weitere mutmaßliche Islamistinnen festgenommen, nach denen seit dem Fahrzeugfund gefahndet worden war. Unter ihnen war die Tochter des Fahrzeughalters, Ines M., die der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) die Treue geschworen haben soll.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden durch die Festnahmen ein "unmittelbar bevorstehendes" Attentat verhindert. Die Gruppe wurde demnach von IS-Mitgliedern aus Syrien gesteuert. Außerdem bestehen Verbindungen zu anderen Islamisten, die in den vergangenen Monaten Anschläge in Frankreich verübt hatten.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls sagte am Sonntag, die Bedrohungslage sei weiterhin "maximal". Die französischen Sicherheitsbehörden vereitelten "jeden Tag" Attentate und kämen "irakisch-syrischen Netzwerken" auf die Schliche, sagte Valls in einem Interview für mehrere französische Medien. Allein in dieser Woche seien "mindestens zwei Anschläge" vereitelt worden. Einzelheiten nannte er nicht. (APA, 11.9.2016)

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