Rund 100 Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet

10. September 2016, 23:26
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Mehr als 40 Tote elleine in Aleppo

Damaskus – Bei mehreren Luftangriffen auf Rebellengebiete im Norden Syriens sind nach Angaben von Beobachtern insgesamt rund 100 Zivilisten gestorben. In der umkämpften Stadt Aleppo seien mindestens 42 Menschen bei Bombardierungen durch Kampfflugzeuge getötet worden, sagte ein Sprecher der lokalen Hilfsorganisation Weißhelme der Nachrichtenagentur dpa.

Unter den Opfern sind laut dem Sprecher auch mehrere Kinder. Viele Verletzte seien noch in einem kritischen Zustand. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Samstag mitteilte, starben in der Stadt Idlib zudem 39 Zivilisten. In Idlib attackierten nach Angaben von Aktivisten, die ihre Informationen aus einem dichten Netzwerk an Informanten beziehen, dutzende Flugzeuge unter anderem einen Markt. Geschäfte und Häuser seien in Brand geraten. Mehr als 90 Menschen seien verletzt worden, sagten die Menschenrechtsbeobachter. Die Märkte sind derzeit wegen der anstehenden muslimischen Feiertage gut besucht.

Die Zahl der Luftangriffe hatte am Samstag noch einmal zugenommen, nachdem Russland und die USA eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland ausgehandelt hatten. Diese soll am Montagabend mit dem Beginn des muslimischen Opferfestes in Kraft treten. Kernpunkt der Verhandlungen ist ein Ende der Luftangriffe durch das syrische Regime auf Rebellengruppen – mit Ausnahme der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). (APA, 10.9.2016)

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