Häftlinge in den USA streiken für bessere Haftbedingungen

10. September 2016, 14:08
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Protestaktionen gegen Isolationshaft, Überbelegung und Ausbeutung

Washington – US-Häftlinge sind am Freitag für bessere Haftbedingungen in einen Streik getreten. Mehrere Organisationen hatten über die sozialen Online-Netzwerke zu friedlichen Protestaktionen aufgerufen.

Es gebe "Arbeitsniederlegungen, Hungerstreiks und Sitzstreiks als Protest gegen Langzeit-Isolierung, unzulängliche Gesundheitsversorgung, Überbelegung, gewalttätige Angriffe und Sklavenarbeit", sagte Phillip Ruiz von der Organisation Incarcerated Workers Organizing Commmittee der Zeitung "Miami Herald". Seine Organisation war an der Organisation der Proteste beteiligt.

Revolte in Florida

Nach Angaben der Gruppe Free Alabama Movement beteiligten sich auch Häftlinge aus den südlichen Bundesstaaten Alabama, Texas und South Carolina an dem Streik. Im Bundesstaat Florida wurden nach Angaben des "Miami Herald" wegen "Störungen" in zwei Gefängnissen Besuche vorerst untersagt. Am Mittwoch war in einem anderen Gefängnis in Florida eine Revolte ausgebrochen, an der sich mindestens 400 Häftlinge beteiligten.

Die Zahl der Insassen in US-Gefängnissen ist derzeit mit 2,2 Millionen auf einem Rekordstand. (APA, 10.9.2016)

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