Nordkorea sieht Ende der "nuklearen Erpressung" durch USA

10. September 2016, 09:58
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Parteizeitung beschimpft Südkoreas Präsidentin als "Prostituierte"

Pjöngjang – Nach seinem neuerlichen international verurteilten Atomtest reklamiert Nordkorea für sich eine Position der Stärke gegenüber der Weltmacht USA. "Vergangen sind die Tage und sie werden nie mehr zurückkommen, als die USA eine einseitige nukleare Erpressung" gegen Nordkorea genutzt habe, schrieb die Zeitung der in Nordkorea herrschenden Kommunistischen Partei, "Rodong Sinmun", am Samstag.

Die USA seien "verzweifelt über die starken militärischen Schritte" Nordkoreas, hieß es in dem Kommentar weiter. Südkoreas Staatschefin Park Geun-hye wurde als "dreckige Prostituierte ausländischer Mächte" beschimpft. Dabei nahm die Zeitung Bezug auf Parks Kritik an Nordkoreas Tests ballistischer Raketen und nicht auf den jüngsten Atomtest. Park wende sich zu Unrecht gegen Nordkorea, weil die Führung in Pjöngjang lediglich "Maßnahmen zur Stärkung der atomaren Abschreckung zur Selbstverteidigung" ergreife, hieß es in dem Kommentar.

Am Freitag hatte das international isolierte Land nach eigenen Angaben einen "neu entwickelten Atomsprengkopf" getestet. Der südkoreanischen Regierung zufolge handelte es sich um den bisher stärksten Atomwaffentest Nordkoreas.

Der neuerliche Test wurde international einhellig verurteilt – selbst Nordkoreas engster Verbündeter China reagierte empört. Der UN-Sicherheitsrat kündigte weitere Sanktionen gegen Pjöngjang an. Seit dem ersten Atomwaffentest 2006 hat der UN-Sicherheitsrat mehrere Runden scharfer Strafmaßnahmen verhängt, doch hielten sie das international ohnehin völlig isolierte Land nicht davon ab, immer wieder Atombomben und Raketen zu testen. (APA, 10.9.2016)

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