Einspruch durch Ureinwohner: US-Regierung stoppte Arbeit an umstrittener Pipeline

10. September 2016, 09:17
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Nach Protest von Sioux-Indianern – Gericht wies Einspruch von Rock Sioux Tribe zurück

Chicago – Die US-Regierung hat die Arbeit an einer umstrittenen Pipeline im US-Staat North Dakota gestoppt, nachdem ein Bundesgericht einen Einspruch von Angehörigen des Rock Sioux Stammes zurückgewiesen hatte. Die US-Regierung ordnete am Freitag an, dass auf Land in Bundesbesitz am Lake Oahe die Arbeiten an der Pipeline nicht fortgesetzt würden.

Zugleich rief sie den Betreiberkonzern der geplanten 1930 Kilometer langen Pipeline auf, die Bauarbeiten bis zu einer Klärung freiwillig ruhen zu lassen. Der Rock Sioux Tribe hatte Einspruch gegen die geplante Route der Pipeline unter dem Missouri-Fluss erhoben, weil er befürchtet, dass dadurch seine Wasserversorgung beeinträchtigt und kulturell bedeutsames Land verwüstet wird.

Ein US-Bundesrichter entschied aber am Freitag, dass der Indianerstamm nicht ausreichend bewiesen habe, dass er Schaden erleiden würde. Die Pipeline soll von North Dakota durch mehrere US-Staaten nach Illinois verlaufen. (APA, 10.9.2016)

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