MIT-Forscher lesen in geschlossenen Büchern – Zehn Prozent der Wildnis in 16 Jahren verschwunden

10. September 2016, 07:00
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MIT-Forscher lesen in geschlossenen Büchern

Cambridge – Wenn eine Person sich verschlossen wie ein Buch verhält, dann gibt sie nichts von sich preis, und man kann in ihr gerade nicht "lesen". Bei echten Büchern könnte das demnächst möglich werden, wie MIT-Forscher um Barmak Heshmat im Fachblatt "Nature Communications" schreiben. Sie haben ein Gerät entwickelt, das zumindest bei sehr dünnen Büchern mit wenigen Buchstaben funktioniert. Die Technik basiert auf Terahertzstrahlung, deren zurückgeworfene elektromagnetische Wellen mit einer ultraempfindlichen Kamera aufgezeichnet werden. Dadurch entstehen Muster, die freilich sehr viele "Störgeräusche" aufweisen. Ein eigens entwickelter Softwarefilter hilft beim Entziffern. (red)

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Nature Communications: "Terahertz time-gated spectral imaging for content extraction through layered structures"


Zehn Prozent der Wildnis in 16 Jahren verschwunden

Brisbane – Im Jahr 2009 waren insgesamt noch rund 30 Millionen Quadratkilometer der Erde naturbelassen. Das entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Landmasse. 16 Jahre zuvor waren es aber noch 3,3 Millionen Quadratkilometer mehr gewesen, berichtet ein Team um James Watson (University of Queensland in Brisbane) im Fachblatt "Current Biology". Als Wildnis betrachteten sie dabei alle Landschaften, die nach wie vor biologisch und ökologisch intakt und von menschlichen Einflüssen weitestgehend unberührt waren. Den größten Rückgang verzeichneten Südamerika, das rund 30 Prozent Wildnis verlor, gefolgt von Afrika mit 14 Prozent. (red, 10.9.2016

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Current Biologty: "Catastrophic Declines in Wilderness Areas Undermine Global Environment Targets"

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