Wo die Impfskepsis im internationalen Vergleich am größten ist

10. September 2016, 11:00
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Weltweit halten 12 Prozent Impfungen für nicht sicher, in Österreich sind es fast 15 Prozent, in Frankreich gar 41 Prozent

London – Es ist schon erstaunlich: Ausgerechnet in jenem Land, das der Welt die Aufklärung brachte und in dem Louis Pasteur die ersten Impfungen entwickelte, ist aktuell die Impfskepsis im internationalen Vergleich am größten.

Ein Team um die Anthropologin Heidi Larson (London School of Hygiene and Tropical Medicine) hat 65.819 Personen in 67 Ländern danach befragt, für wie sicher, effektiv und wie wichtig sie Impfungen halten. Zudem wurde erhoben, ob sich Impfen mit der jeweiligen Religion verträgt.

Die Ergebnisse fielen überraschend aus: Insgesamt hielten zwölf Prozent Impfungen nicht für sicher, in Österreich waren es knapp 15 Prozent. Spitzenreiter unter den Impfskeptikern sind die Franzosen mit 41 Prozent, wie Larson und Kollegen im Fachblatt "EBioMedicine" berichten. Danach folgten Bosnien und Herzegowina (36 Prozent) und Russland (27 Prozent). Die Religion hat laut der Studie keinen Einfluss auf die Impfskepsis. (tasch, 10.9.2016)

  • Die Franzosen sind die größten Impfgegner.
    apa/ralf hirschberger

    Die Franzosen sind die größten Impfgegner.

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