"Die Zeitmaschine": Das Grauen der Zeit

12. September 2016, 13:36
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Der Münchner Schauspieler Götz Otto liest H. G. Wells' 1895 erschienenen Klassiker auf raffiniert unprätentiöse Weise

Es gab eine Zeit, da wurde Spannungsliteratur noch nicht in atemlosen Stummelsätzen zu Papier gebracht, um auf angestrengt suggestive Weise den Adrenalinpegel des Publikums zu pushen. Der Engländer Herbert George Wells (1866-1946) bediente sich traditioneller Muster, um ein völlig neues Genre zu erfinden – Science-Fiction.

Sein wohl populärstes Buch ist der Roman Die Zeitmaschine, erstmals 1895 erschienen. Die düster-grausige Geschichte um einen Zeitreisenden, der ins Jahr 802701 reist, die Aufteilung der Welt in Eloi, harmlose Hedonisten, und Morlocks, kannibalistische Arbeitsbienen, erlebt, um ein Haar umkommt und dann, zurückgekehrt, neuerlich aufbricht, um auf immer zu verschwinden, ist ein hochspannender Klassiker.

Der Münchner Schauspieler Götz Otto liest diesen Text auf raffiniert unprätentiöse Weise. Denn die meiste Zeit über ist er einen Tick zu langsam und vermag so, umso stärker in die aufregende dystopische Prosa hineinzuziehen, kann aber, wenn nötig, stimmlich auch dramatische Prägnanz entfalten. (Alexander Kluy, Album, 12.9.2016)

  • H. G. Wells, "Die Zeitmaschine". € 15,70 / 245 min. Hörbuch Hamburg, Hamburg 2016
    cover: hörbuch hamburg

    H. G. Wells, "Die Zeitmaschine". € 15,70 / 245 min. Hörbuch Hamburg, Hamburg 2016

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