Lugners in "Promi Big Brother": Ein Glücksfall

8. September 2016, 16:52
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Dass Cathy sich vor der Kamera ausheulte, war noch lange nicht das Beste – der Baumeister flog nach Köln und versuchte vor Ort zu retten, was nicht zu retten ist

Auf nichts ist heutzutage mehr Verlass. Da lädt Sat.1 Gäste mit hohem Peinlichkeitspotenzial in seinen Promi Big Brother-Container, und dann verhalten sich diese im TV-Zoo nicht wie erwartet. Uschi Glas’ wilder, tätowierter und gefängniserprobter Sohn Ben Teewag ist so sanft wie ein neugeborenes Lämmlein. Auch "Prinz Protz-Peinlich" Marcus von Anhalt schiebt eine ruhige Kugel.

Armer Sender, er könnte einpacken, wenn es nicht die Lugners gäbe. Die Cathy ist halt noch recht jung, und natürlich will es das Schicksal, dass sie nicht im sogenannten Luxusbereich landet, sondern unten in der Containerkanalisation. Dort ist es hässlich, noch dazu müssen die Insassen Kleidung anziehen, die von der Spendenaktion 1985 übrig geblieben ist, weil man sie nicht mal in Nordkorea wollte.

Es kam wie erwartet: Cathy heult sich vor der Kamera aus, ihre Ehe mit Richard sei so schrecklich, weil alle in seinem Umfeld gegen sie seien. Das allein ist schon solides Futter für alle Fans von Trash-TV. Doch es wird noch besser.

Richard, erbost darüber, dass sie so etwas nicht mit ihm privat klärt, sondern im Fernsehen ausplaudert, tut das einzig Logische: Er fliegt nach Köln, um im Fernsehen mit ihr zu reden.

Es fallen Sätze wie: "Ich bin doch für alle die blöde und geldgeile Kuh." Und später: "Ich will nicht nur, dass mein Mann sagt: ‚Ich hab eine geile Alte mit dicken Möpsen.‘" Was soll man dem noch hinzufügen?

Es bleiben eigentlich nur noch zwei Dinge zu klären: ob Richards Blumensakko aus Lugner’schen Eigenbeständen oder aus der Sat.1-Altkleider-Sammlung stammt. Und ob die Lugners schon bei der RTL-Konkurrenz für den Dschungel unterschrieben haben. (Birgit Baumann, 9.9.2016)

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    foto: sat. 1
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