Regime drängt Rebellen in Aleppo weiter zurück

8. September 2016, 12:48
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Gehört zu den umkämpftesten Gebieten des mehr als fünfjährigen Bürgerkriegs

Aleppo/Damaskus – Die Rebellen in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo geraten immer stärker unter Druck. Syriens Armee und ihre Verbündeten nahmen im Süden Aleppos komplett das Gebiet ein, durch das bis vor kurzem der letzte Versorgungskorridor der Regimegegner lief, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte.

Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana und Rebellen berichteten über den Vormarsch der Armee. Den Versorgungskorridor selbst hatten die Regimekräfte bereits am Wochenende abgeschnitten. Er war die letzte Route, über die Rebellen Lebensmittel und anderen Nachschub in die von ihnen gehaltenen Teile Aleppos bringen konnten.

"Heftige russische Luftangriffe"

Anhänger der Regimegegner führten ihren erneuten Rückzug auf heftige russische Luftangriffe und den Einsatz ausländischer Kämpfer an der Seite der Armee zurück. Die irakische Schiiten-Miliz Nujaba hatte am Mittwoch erklärt, sie haben mehr als 1.000 Kämpfer nach Aleppo entsandt. Unterstützt wird die Miliz vom ebenfalls schiitischen Iran, der neben Russland wichtigster Verbündeter des syrischen Regimes ist.

Die frühere Handelsmetropole Aleppo gehört zu den umkämpftesten Gebieten des mehr als fünfjährigen Bürgerkriegs. Die Stadt ist seit langem geteilt. Das Regime und seine Verbündeten kontrollieren den Westen Aleppos, Rebellen den Osten. (APA, 8.9.2016)

  • Kämpfe Anfang September in Aleppo.
    foto: afp photo / george ourfalian

    Kämpfe Anfang September in Aleppo.

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