Einsendeschluss für ORF-Direktoren: Von Reiterer bis Takacs

7. September 2016, 15:41
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Bis Donnerstag, 23.59 Uhr nimmt ORF-General Alexander Wrabetz jedenfalls noch Bewerbungen an

Wien – Am Donnerstag endet die Bewerbungsfrist für die neun Landesdirektoren und voraussichtlich vier Zentraldirektoren des ORF ab 2017, für die dritte Amtszeit von ORF-General Alexander Wrabetz. Der schlägt den 35 Stiftungsräten seine Besetzungsliste vor, die sollen dann am Donnerstag kommender Woche in zwei Paketen bestellen.

Von zunächst angekündigten Einzelabstimmungen verabschiedete sich Wrabetz wieder. Ein Überblick der Kolportage vor Einsendeschluss, ohne Gewähr:

Direktoren aller Länder ...

Die Länder-Tipps von Westen her:

  • Vorarlberg wie bisher Markus Klement
  • Tirol wie bisher, möglicherweise kürzer als fünf Jahre, Helmut Krieghofer
  • Kärnten wie bisher Karin Bernhard
  • Steiermark wie bisher Gerhard Draxler (auch auf Karlheinz Papst tippen manche, der das Burgenland räumen muss, gilt eher als Außenseitertipp). Die "Kleine Zeitung" präsentiert Claudia Reiterer (Heute Konkret) als Landesdirektorin für die Steiermark.
  • Salzburg Christoph Takacs, bisher Chefredakteur von ORF 3
  • Oberösterreich wie bisher Kurt Rammerstorfer, wenn er nicht als bürgerlicher Finanzdirektor in Wien gebraucht wird. Als Alternative gehandelt: Chef vom Dienst Klaus Obereder. Christian Wehrschütz, auch schon im Gespräch, dürfte Korrespondent bleiben.
  • Niederösterreich wie bisher Norbert Gollinger
  • Burgenland ORF-Standortplaner Werner Herics ist Favorit des Länder-Stiftungsrats, bewerben dürften sich etwa auch Programmchefin Gaby Schwarz, Exprogrammchefin Doris Fennes-Wagner und offenbar auch Exlandesstiftungsrätin Brigitte Kulovits-Rupp.
  • Wien Brigitte Wolf soll sich wieder bewerben, TV-Chronikchefin Brigitte Handlos eine Bewerbung ernsthaft erwägen, Chefredakteur Paul Tesarek würde wohl auch wollen.

Das Zentralkomitee

Für die Zentrale soll der Stiftungsrat vier Direktoren beschließen, der Radiodirektor nach bisherigen Ankündigungen als Nebenjob eines Senderchefs und befristet: – Doch in der Ausschreibung steht nur noch, der Radiodirektor soll zugleich einen Channel führen. Und das muss kein bisheriger Senderchef sein.

  • Radio Bisher am höchsten gehandelt: FM4-Chefin Monika Eigensperger. Aber auch Stefan Ströbitzer, derzeit Nummer zwei in der Fernsehdirektion, soll gute Chancen haben.
  • Fernsehen/Programm Kathrin Zechner, wie bisher, aber voraussichtlich ohne aktuelle Information. Dürfte noch Diskussionen um ihre Kompetenzen gegenüber Channel Managern geben.
  • Technik wie bisher Michael Götzhaber – wenn in den vergangenen Wochen intensiv gerüchtete Überraschungen ausbleiben. Originell wäre zum Beispiel: Roland Brunhofer, bisher Landesdirektor Salzburg, als Technik-Direktor. Brunhofer war immerhin lange Betriebsrat, und die spielen in der Technik eine wesentliche Rolle.
  • Finanzen Den bisherigen Job von Richard Grasl, mit jedenfalls laut Wrabetz-Konzept wieder deutlich reduzierten Aufgaben, soll die ÖVP beanspruchen. Als Möglichkeit wird Kurt Rammerstorfer, bisher Landesdirektor in Oberösterreich gehandelt.

Aber: noch acht Tage voller Gerüchte, Verhandlungen und Tipps bis zur Bestellung. (red, 7.9.2016)

Update (8.9., 15.08 Uhr):

ORF III-Chefredakteur Christoph Takacs bestätigte seine Bewerbung für das Landesstudio Salzburg gegenüber den "Salzburger Nachrichten". Der dortige aktuelle Landesdirektor Roland Brunhofer hat sich unterdessen für alle 13 ausgeschriebenen Direktorenpositionen beworben, wie er am Donnerstag der APA sagte: "Aus rechtlichen Gründen muss ich mich bewerben. Und da ich in letzter Zeit für so gut wie alles gehandelt wurde, habe ich mich auch für alles beworben."

  • Alexander Wrabetz schlägt den 35 Stiftungsräten seine Besetzungsliste vor.
    foto: apa/georg hochmuth

    Alexander Wrabetz schlägt den 35 Stiftungsräten seine Besetzungsliste vor.

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