Meilensteine der paralympischen Geschichte

7. September 2016, 10:46
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Vom Stoke Mandeville Hospital ins Maracanã: Bogenschießen in der englischen Provinz, Rekorde unter dem Zuckerhut

Von einem Bogenschießen für Kriegsversehrte bis zum gigantischen Event für mehr als 4000 Sportler, das heute im Maracanã-Stadion eröffnet wird – die paralympische Bewegung hat sich innert 68 Jahren wahrlich rasant entwickelt.

· 28. 7. 1948: Am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in London, der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg, veranstaltet der Neurologe Ludwig Guttmann im Stoke Mandeville Hospital zu Aylesbury, Buckinghamshire, ein Bogenschießen für 16 kriegsversehrte Frauen und Männer – Ursprung der paralympischen Idee.

· 1960: In Rom finden die ersten auch so bezeichneten Paralympics statt. 400 Athleten aus 21 Nationen – vorerst nur Rollstuhlsportler- nehmen teil.

· 1976: In Toronto nehmen erstmals auch Amputierten- bzw. Sehbehindertensportler an Paralympics teil. In Örnsköldsvik, Schweden, werden die ersten Winterspiele veranstaltet.

· 1984: Nach der Absage Jugoslawiens finden die Winterspiele erstmals in Österreich statt. Österreichs Behindertenskisportler gewinnen 34 Goldmedaillen.

· 1988: Innsbruck richtet neuerlich die Winterparalympics aus.

· 2001: In einer Vereinbarung zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne und dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) in Bonn wird festgelegt, dass die Paralympics immer zehn Tage nach Abschluss der Olympischen Spiele am selben Veranstaltungsort beginnen müssen.

· 2003 In diesem Jahr wird das bis heute gültige paralympische Logo entworfen, die drei Agitos (Latein: "Ich bewege mich") in den Farben Rot, Blau und Grün, die in den Flaggen der Welt die gebräuchlichsten sind. Die fünf Ringe bleiben Olympia vorbehalten.

· 2004: 4000 Sportler bestreiten die XII. Sommerparalympics in Athen. Österreichs Teilnehmer gewinnen 23 Medaillen, davon acht aus Gold. Die US-Schwimmerin Trischa Zorn holt die letzten ihrer insgesamt 46 Medaillen (32 Gold) – bis heute ein Rekord.

· 2007: Bei der siebenten Generalversammlung des Europäischen Paralympischen Komitees (EPC) am 15. September in Heraklion wird Wien in Konkurrenz zu Rom, Istanbul und Lausanne als neues Headquarter und permanentes Office des EPC ausgewählt.

· 2012: Die XIV. Sommerparalympics in London brechen alle Rekorde. 4452 Sportler nehmen teil, 2,7 Millionen Eintrittskarten werden verkauft. Österreichische Teilnehmer erringen 13 Medaillen, davon vier aus Gold.

· 2016: Bei den XV. Sommerparalympics in Rio de Janeiro befinden sich 27 Österreicher unter den insgesamt 4350 Aktiven. 22 Sportarten und Teilnehmer aus 176 Ländern sind Rekordzahlen. In 528 Bewerben werden Medaillen vergeben. (APA, lü, 7.9.2016)

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