EM-Qualifikation: U21 holt Remis in Russland

6. September 2016, 20:04
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Österreicher kommen bei 1:1 nach der Pause besser auf Touren und liegen im Rennen um einen Playoff-Platz weiter gut im Rennen

Chimki – Im Kampf um die direkte EM-Qualifikation hat Österreichs U21-Team zwar einen Rückschlag hinnehmen müssen, ist aber auf Playoff-Kurs geblieben. Das Team von Werner Gregoritsch holte am Dienstag in Russland ein 1:1 (0:1) und liegt bei zwei noch ausständigen Partien fünf Punkte hinter Tabellenführer Deutschland (1:0 in Finnland).

Mit 19 Punkten aus acht Spielen hat Österreich den zweiten Platz in Gruppe 7 bereits sicher. Die Sieger der neun Gruppen sind für die EM in Polen qualifiziert, die vier besten Gruppenzweiten bestreiten ein Playoff.

Jakupovic trifft bei Debüt

Der 18-jährige Debütant Arnel Jakupovic vom FC Middlesbrough brachte Österreich in Chimki bei Moskau nach Rückstand (33.) mit einem Traumtor aus 25 Metern (55.) zwar zurück, trotz Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte blieb es nach sechs Siegen und einer Niederlage aber beim ersten ÖFB-Remis in dieser Quali. Österreich trifft noch auf Schlusslicht Färöer (7. Oktober, auswärts) und Deutschland (11. Oktober in St. Pölten).

Vier Tage nach dem 1:0-Erfolg in Finnland musste Österreich vor fast leeren Rängen nicht nur auf die zum A-Team hochgezogenen Michael Gregoritsch, Louis Schaub und Alessandro Schöpf verzichten, sondern auch auf die angeschlagenen Tarkan Serbest (Adduktoren), Ylli Sallahi (Oberschenkel) und Thomas Murg (Knie).

Zögerlicher Start

Österreich fand gegen die Russen schwer ins Spiel, agierte in der ersten halben Stunde zu passiv und kam in der Defensive immer wieder in heikle Situationen – auch wenn Goalie Daniel Bachmann in der ersten halben Stunde bis auf einen Schuss von Lok-Moskau-Spieler Dmitri Barinow (20.) kaum zu Paraden gezwungen war.

In der 33. Minute war der Schlussmann in Diensten von Stoke City dann aber machtlos: Nach einer Ecke prallte der Kopfball von Kapitän Ilja Suew vom Rücken des Verteidigers Philipp Mwene ins Tor. Der Gegentreffer hatte freilich aufrüttelnde Wirkung, Österreich setzte sich nun besser in Szene. Bis auf einen geblockten Schuss des Salzburgers Konrad Laimer (34.) brachte man vor der Pause aber nichts Erwähnenswertes hervor.

Gregoritsch hat ein Händchen

Gregoritsch reagierte in der Halbzeit mit zwei Wechseln, brachte mit Kevin Friesenbichler für Laimer einen zweiten Stürmer. Prompt legte der Austrianer zehn Minuten nach Wiederbeginn den Ausgleich auf, Middlesbrough-Legionär Jakupovic ließ mit einem herrlichen Weitschuss aus 25 Metern Russlands Schlussmann keine Chance. Für einen zweiten Treffer reichte es aber nicht mehr. (APA, red, 6.9.2016)

U21-EM-Qualifikation, Gruppe 7, Dienstag

Russland – Österreich 1:1 (1:0)
Chimki

Tore:
Suew (33.)
Jakupovic (55.)

Österreich: Bachmann – Mwene, Schoissengeyr, Lienhart, Martschinko – Laimer (46. Jäger), Wydra – Dovedan, Rasner (46. Friesenbichler), Horvath – Jakupovic (86. Kvasina)

Weiters:

Finnland – Deutschland 0:1 (0:1)
Tor: Gnabry (41.)

Aserbaidschan – Färöer 1:1 (0:1)

Tabelle:

1. Deutschland 8 8 0 0 27:4 24 
2. Österreich 8 6 1 1 20:8 19
3. Finnland 8 4 0 4 12:8 12
4. Aserbaidschan 9 2 2 5 8:19 8
5. Russland 8 2 2 4 11:14 8
6. Färöer 9 0 1 6 3:27 1


Der Gruppensieger ist fix für die EM 2017 in Polen qualifiziert, die vier besten Zweiten der neun Gruppen bestreiten ein Playoff.

Weitere ÖFB-Spiele:
Färöer – Österreich (7. Oktober)
Österreich – Deutschland (11. Oktober in St. Pölten)

Stimmen:

Werner Gregoritsch (Teamchef): "Wir können mit diesem Punkt sehr gut leben, damit sind wir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im Playoff um ein EM-Ticket. Wir wussten, dass Russland ein sehr schwerer Gegner ist. Wir haben eines unserer besten Spiele beim 4:3 im Hinspiel gegen sie gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass Russland eine weitaus bessere Mannschaft ist, als es der Tabellenstand zeigt. Sie hätten auch höher führen können. Nach der Pause haben wir dann sehr gut gespielt und sind viel aggressiver in die Zweikämpfe gegangen. Wir haben uns das Ergebnis erkämpft. Man hat natürlich gemerkt, dass die Mannschaft durch die vielen Veränderungen im Kader noch nicht so eingespielt ist."

Arnel Jakupovic (Torschütze): "Ich habe einfach draufgeschossen. Es war eines meiner wichtigsten Tore."

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