Dschungel Wien startet mit "Quartier 2030" in die Saison

6. September 2016, 15:36
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Viele der insgesamt 50 Produktionen befassen sich mit der Frage, wie wir zusammenleben

Wien – "Kultur ist kein Luxus, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert." – Dieses Zitat von Richard von Weizsäcker stellte Corinne Eckenstein, neue Leiterin des Dschungel Wien, ihrer ersten Spielzeit im Theaterhaus für junges Publikum im Museumsquartier voran.

Bei der Pressekonferenz am Dienstag unterstrich die Regisseurin die Bedeutung des Theaters als Ort der Empathiebildung. Gerade junge Menschen seien in den Schulen mit den Herausforderungen einer diversen Gesellschaft konfrontiert. Mit der Frage, wie wir zusammenleben, befassen sich viele der insgesamt 50 Produktionen (davon 30 Premieren). Eröffnet wird am 23. 9. mit Quartier 2030 (Regie: Claudia Seigmann) sowie Running Wild (Regie, Choreografie: Eckenstein).

Eckenstein, Gründerin der Jugendtheatercompagnie Theater Foxfire, plant eine stärkere Einbindung der freien Szene (mit längeren Laufzeiten der Stücke), möchte weiterhin Profis und jugendliche Darsteller zusammenführen, und sie bezeichnet Tanz als "Herzensangelegenheit". Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist "jungen Frauen" gewidmet, mit Stücken wie Marie hängt in der Luft oder Die Geschichte eines Jungen aus Afghanistan.

Für junges Publikum, das sich Theater nicht leisten kann, werden ab sofort Patenschaften eingerichtet. Der Benefiztag "Meine Nöstlinger" am 16. 10. soll erstes Geld lukrieren. (afze, 6.9.2016)

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