Schottische Forscher präsentieren das "Storr Lochs Monster"

6. September 2016, 16:35
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Vor 50 Jahren an der Küste der Insel Skye entdeckte Überreste als 170 Millionen Jahr altes Meeresreptil identifiziert

illustr.: todd marshall/university of edinburgh
Das "Storr Lochs Monster", ein vier Meter langer Ichthyosauriers, war 1966 auf der Insel Skye entdeckt worden.

Edinburgh – Britische Paläontologen haben das bislang vollständigste Fossil eines räuberischen Meeresreptils präsentiert, das je in Schottland entdeckt wurde. Fündig wurden die Forscher in den Archiven des Schottischen Nationalmuseums in Edinburgh, wo die Überreste ein halbes Jahrhundert lang unerkannt geschlummert haben.

Die rund 170 Millionen Jahre alten Fossilien des Ichthyosauriers waren 1966 an einem Strand der Insel Skye freigelegt und ins Museum verfrachtet worden. Aber erst jetzt haben Wissenschafter um Steve Brusatte von der University of Edinburgh das vier Meter lange Urzeitwesen aus seinem steinernen Sarkophag befreit und näher untersucht.

Urgeschichtliches "Kronjuwel"

Welcher konkreten Spezies der informell "Storr Lochs Monster" getaufte Räuber angehört, ist vorerst noch unklar. Demnächst soll der Fund als "Kronjuwel" der schottischen Urgeschichte im Schottischen Nationalmuseum der Öffentlichkeit zugänglichg gemacht werden.

Aus gleich mehreren Gründen sei der Ichthyosaurier weitaus beeindruckender als sein fiktiver Konkurrent, das Loch-Ness-Monster, erklärt Brusattes zu diesem Anlass: "Vielen Leuten ist gar nicht klar, dass früher echte Seemonster existierten. Sie waren größer, furchteinflößender und faszinierender als die mythische Nessie."

Ichthyosaurier hatten eine ähnliche Körperform wie moderne Delfine und hunderte kleine spitze Zähne in der schnabelartigen Schnauze. Sie stammen von echsenartigen Landtieren ab und mussten zum Luftholen auftauchen. Rund 30 Millionen Jahre vor dem großen Massensterben am Ende der Kreidezeit verschwanden diese Meeresräuber. Warum, war lange Zeit unklar. Forscher von der britischen Universität Oxford kamen allerdings Anfang des Jahres zu dem Schluss, dass Klima-Unbeständigkeiten das Verschwinden der Ichthyosaurier am besten erklären würden. (red, 6.9.2016)

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