Waldbrand an spanischer Costa Blanca unter Kontrolle

6. September 2016, 11:45
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Flammen zerstörten 800 Hektar Wald – Behörden suchen Brandstifter

Alicante – Entwarnung an der Costa Blanca: Der Waldbrand in der beliebten spanischen Urlaubsregion war am Dienstag praktisch unter Kontrolle. Es gebe keine Flammen mehr, berichtete der Fernsehsender "RTVE" unter Berufung auf die zuständigen Behörden. Nach einer vorläufigen amtlichen Bilanz wurden 812 Hektar Wald zerstört. Auch mehrere Villen brannten nach Zeugenaussagen nieder.

Die Feuerfront hatte sich durch ein ausgetrocknetes Waldgebiet bedrohlich schnell Richtung Benitatxell gefressen. Die Feuerwehrteams seien nun vor allem darum bemüht, ein Wiederaufleben der Flammen zu verhindern, hieß es weiter. Wegen der Temperaturen von über 30 Grad und der geringen Luftfeuchtigkeit sei weiterhin höchste Wachsamkeit geboten. Die meisten der rund 1.400 Menschen, die seit Sonntag in der betroffenen Region um den Badeort Javea aus rund 20 Wohnsiedlungen in Sicherheit gebracht worden waren, hätten schon am Montagabend wieder nach Hause zurückkehren können.

Feuer wurde gelegt

Die Behörden sind unterdessen sicher, dass das Feuer gelegt wurde. "Ein Schuft, ein Schwein hat das Feuer verursacht", erklärte Ximo Puig, Chef der Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Valencia. Die Behörden riefen die Bewohner der Region in der Provinz Alicante auf, bei der Suche nach dem Brandstifter zu helfen. Der Unbekannte soll an mehreren Stellen Feuer gelegt haben. Vier Brandherde würden zur Zeit von der Polizeieinheit Guardia Civil untersucht, hieß es.

Auf der Balearen-Insel Menorca brach in der Nacht auf Dienstag ein Feuer aus, teilte die Zivilschutzbehörde der spanischen Mittelmeerinseln mit. Der Brandherd befand sich demnach in der Nähe der Ortschaften Gala Moli, Na Macaret und Addaia. Rund 500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. (APA, 6.9.2016)

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