Posten als Gruppentherapie: Österreich vs. Georgien in den Worten der User

6. September 2016, 17:16
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Gewonnen ist gewonnen, der Weg in diesem Fall nicht das Ziel. Zwei Tore reichten der österreichischen Nationalmannschaft zu einem Sieg, der nicht unbedingt ihr schönster war

Sie erinnern sich: Bitter war es damals, als der Juni sich zu Ende neigte und die Hoffnungen österreichischer Fußballfans zu Grabe getragen wurden. Aber neues Spiel, neues Glück! Und vielleicht wäre dem Nationalteam ein bisschen mehr Passgenauigkeit auch zu wünschen. Im ersten Spiel unter Kapitän Baumgartlinger wollte das Team die vergangene EM vergessen machen. Oder zumindest die Erinnerung daran etwas abschwächen. Im Zeichen der Vergangenheitsbewältigung stand auch die Stimmung im unserem Ticker. Eines vorweg: Es bleibt noch einiges zu tun.

Alles neu macht der September?

1. Aufwärmübungen konnten rasch 1. Erfolge verbuchen. Es war zuvor ja auch die 1. EM mit österreichischer Beteiligung aus eigener sportlicher Kraft. Zufälle gibt's ...

Fußball ist ja bekanntlich nicht alles. Vieles, aber eben nicht alles. Daran erinnert dieses schöne Stück Lebensrealität kurz vor Anpfiff. Spannend wäre zu wissen, ob die Eltern fußballaffin sind, und die Kinder nun – ob Buben, ob Mädchen – Marc und Martin heißen:

Man kann in vielem ein Zeichen sehen. Manchmal muss man das sogar:

Es lief nicht überragend, aber es lief in den ersten Minuten. Janko mit einem Fast-Tor, Arnautovic mit neuen Haaren, Dragovic ohne rote Karte, Alaba mit einem Freistoß. Letzterer gelang sogar recht ansehnlich, der Ball flog Richtung Hintereggers Kopf und von da aus ins Tor des Gegners. Und wann, wenn nicht jetzt, war die Zeit für Euphorie?

Aber was ist Glück ohne Schmerz? Eben. Deswegen schnell nochmal den Konjunktiv bemühen, in der Wunde bohren, von vergangenen Demütigungen reden:

Gesellschaftlich gesehen ist Treue ist ja ein hohes Gut. Die Treue Kollers zu Martin Harnik jedoch sorgte für einigen Unmut im Ticker. Nicht alle jedoch gaben sich dem Raunzen hin, vielversprechende Strategien werfen ihre Schatten voraus:

Wie wahr:

Vergleiche mit der glorreichen Abwehrleistung der Südamerikaner am 8.7.2014 kamen hoch. Wobei das natürlich Hochstapelei ist, immerhin stand es ja noch 0:1.

Die kollektive Traumabewältigung verlangte aber nach mehr:

Und bekam das Falsche:

Derweil, ganz in der Nähe des STANDARD-Hauptquatiers, frohlockte eine kleine, unbeugsame Gruppe ob des 2:0. Angestoßen wurde zunächst auf Arnautovics Traumpass und Jankos Vollstreckung.

Die geplante Rausch geriet aber immer mehr in Gefahr; ein schöner Plan zu bleiben. Georgien drückte, die Stange hielt:

Der Anschlusstreffer weckte Erinnerungen an andere Zeiten. Bitter, kann man aber so sehen:

Für die letzten zehn Minuten des Zitterns wurden nicht nur auf dem Feld noch einmal alle Kräfte mobilisiert und taktische Raffinessen ausgepackt:

Es war dann irgendwann vorbei. Schöner wurde es bis dahin nicht, aber andererseits:

Wir fassen zusammen: Die ersten Punkte sind auf dem Konto, die Tabelle nimmt Form an. Die Mannschaft hoffentlich auch noch. Prost. (jmy, 6.9.2016)

  • Gemeinsam ist man weniger allein.
    foto: apa/robert jaeger

    Gemeinsam ist man weniger allein.

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