Deutschland schob bis Juli 11.700 Flüchtlinge nach Österreich zurück

5. September 2016, 20:44
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Deutsches Innenministerium: Bundespolizei stellte im Juli täglich 110 unerlaubte Einreisen fest

Berlin – Die Zahl der abgewiesenen Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze ist weiterhin hoch. Im Juli seien täglich rund 110 unerlaubte Einreisen nach Deutschland festgestellt worden, teilte das deutsche Innenministerium mit. Von Jänner bis Juli habe es 11.700 Zurückweisungen durch die deutsche Bundespolizei nach Österreich gegeben.

Ministeriumssprecher Tobias Plate bestätigte damit Angaben von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP), der diese Woche in einem dpa-Interview gesagt hatte, dass Deutschland heuer "rund 10.000 Flüchtlinge über die Grenze nach Österreich zurückgeschickt" habe. "Die nehmen wir auf. Wir halten uns an Dublin", fügte Sobotka hinzu.

"Eine Zurückweisung erfolgt nicht, wenn gegenüber den deutschen Behörden ein Schutzersuchen gestellt wird", betonte Plate. Er wies darauf hin, dass der Trend der Zurückweisungen im Verlauf des Jahres "rückläufig" gewesen sei. Für August lägen "noch keine qualitätsgesicherten Informationen" zur Zahl der Zurückweisungen vor. (APA, 5.9.2016)

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