Alexander Proschofsky räumt bei Conwert auf

5. September 2016, 18:24
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Der Investor und Börsenrebell ist Vorsitzender des Verwaltungsrates

Wien – Auf Österreichs Kapitalmarkt ist Alexander Proschofsky kein Unbekannter mehr. Sein Engagement in den Causae rund um die ehemaligen Meinl-Unternehmen (Meinl European Land, Meinl International Power und Meinl International Airports) hat dem Investor damals viel Öffentlichkeit und den Beinamen "Rebell" eingebracht. Zuvor kannte man den studierten Betriebswirt vereinzelt durch seine Kämpfe bei diversen Squeeze-out-Verfahren (zur Abfindung von Kleinaktionären, Anm.). Das Motiv dabei ist immer gleich: "Meistens versucht ein Mehrheitsaktionär, die Minderheitsaktionäre zu billig abzuspeisen, und dagegen wehre ich mich", sagte Proschofsky einst.

Heute bezeichnet er sich selbst "mal als aktivistischen, mal als strategischen Investor". Als Letzterer wurde er im Mai 2014 zum Vorsitzenden in den Verwaltungsrat von Conwert gewählt. Weil es rund um die Stimmenabgaben einen Prozess wegen Manipulation gab, ist Proschofsky erst seit November des Vorjahres in dem börsennotierten Immobilienunternehmen tätig. "Seither haben wird den Laden gut aufgeräumt", sagte Proschofsky dem Standard. Die Kursentwicklung zeigt, dass die Anleger mit dem eingeschlagenen Weg zufrieden zu sein scheinen: Im September 2015 notierte das Papier bei rund elf Euro – aktuell steht der Kurs bei knapp über 17 Euro.

Sein Interesse am Kapitalmarkt hat der 46-Jährige in der Handelsakademie bei einem Börsenspiel entdeckt und mit der Gründung der Beteiligungsgesellschaft Cube Invest zu seinem Beruf gemacht. Neben Aktien gehören Immobilien zum Portfolio. Privat ist Proschofsky ein Patchworker und Vater von fünf Kindern. "Da lernt man Management", sagt er. (bpf, 5.9.2016)

  • Proschofsky bezeichnet sich selbst "mal als aktivistischen, mal als strategischen Investor."
    foto: reuters

    Proschofsky bezeichnet sich selbst "mal als aktivistischen, mal als strategischen Investor."

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