Promotion - entgeltliche Einschaltung

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf betrieblicher Ebene

7. September 2016, 12:50

Die gesetzlichen Hürden sind überholt, der Spielraum auf betrieblicher Ebene zu eng gesteckt – damit Österreich fit bleibt für die "Neue Welt des Arbeitens", muss sich einiges ändern. Die Lösung sind flexible Arbeitszeitmodelle und mehr Gestaltungsmöglichkeiten in den Betrieben.

"Unsere Arbeitswelten verändern sich derzeit grundlegend", weiß Professor Michael Bartz von der IMC University of Applied Sciences Krems. "Damit einher geht eine tiefgreifende Veränderung bestehender Arbeitsformen, die alle Branchen und Unternehmensgrößen erfasst." Bisherige gesetzliche Regelungen und starre Arbeitszeitmodelle bilden die Flexibilität und den Spielraum auf betrieblicher Ebene nicht ab, den es braucht, um national und international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wunsch nach Flexibilität

Doch welche Rahmenbedingungen ermöglichen eine flexiblere Welt des Arbeitens? Aus Sicht der Wirtschaft liegt eine Lösung in der Stärkung der betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten. "Betriebe sollten gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Betriebsrat ihre Arbeitszeit selbst bestimmen können", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der WKÖ. Die meisten Kollektivverträge sehen zwar flexible Arbeitszeitregelungen vor, vielfach aber nur unter sehr restriktiven Bedingungen. Auch fehlt meist der Platz für betriebsspezifische Lösungen. "Das muss sich ändern. Das Gesetz muss direkt die betriebliche Ebene zu flexibler Gestaltung ermächtigen", so Gleitsmann.

Ausweitung der Arbeitszeiten

Neben der Stärkung der betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten ist eine weitere Lösung in der Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit zu sehen. "So können einerseits Spitzen besser abgedeckt werden, andererseits werden mehr freie Tage und Wochenenden möglich", erklärt der WKÖ-Experte. Neben der Anhebung der Höchstarbeitszeit ist auch eine Anhebung der täglichen Normalarbeitszeit auf zehn Stunden ein Ziel. Derzeit fällt ab der neunten beziehungsweise zehnten Stunde ein Zuschlag an. Das ist kompliziert und teuer. Nach der Anhebung bleiben Arbeitsleistungen über zehn Stunden jedenfalls zuschlagspflichtige Überstunden.

Alle Forderungen in Kombination mit Maßnahmen zur Stärkung der betrieblichen Gestaltungsmaßnahmen und Anpassungen der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen bilden die Basis für eine flexible, zeitgemäße Arbeitswelt. Und diese bringt sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern zahlreiche Vorteile – vor allem aber eine flexible und sichere Arbeit.


Mehr zum Thema finden Sie unter www.wko.at/flexible-arbeitszeit

  • Artikelbild
    foto: cathy yeulet
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