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Flexible Arbeitszeiten – Vorteile für alle

7. September 2016, 13:59

Dass eine flexible Arbeitszeitgestaltung zahlreiche Vorteile bringt, belegen aktuelle Studien – und zwar sowohl für Arbeitnehmer als auch Unternehmen. Denn beide Seiten profitieren von individuellem Gestaltungsraum statt starrem Arbeitskorsett. Das Ergebnis: eine Win-win-Situation für alle.

Maria Heuberger ist Geschäftsführerin des Gastronomiebetriebs "Locker & Légere" in St. Ruprecht an der Raab – und kämpft mit dem Problem der Höchstarbeitszeit: "In der Gastronomie kommt es immer wieder vor, dass wir mehr als 10 Stunden arbeiten müssen, zum Beispiel zu Weihnachten oder bei Großveranstaltungen. Wir haben ein gutes Arbeitsklima und unsere 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären durchaus bereit, auch einmal länger zu arbeiten – wenn es denn ginge." Wie viele ihrer Kollegen setzt sich Maria Heuberger für eine Flexibilisierung der Ruhezeiten und der maximalen täglichen Arbeitszeit ein.

Unternehmen profitieren

Die Gastronomie ist nur ein Beispiel von vielen. Tatsächlich benötigen alle Unternehmen – egal ob groß oder klein, Produktion oder Dienstleistung – flexible Arbeitszeiten. Auch Landschaftsgärtner, Gewerbetreibende oder Handwerker profitieren davon. Saisonale Auftragsspitzen können so besser bewältigt werden und die Arbeit kann dann erledigt werden, wenn sie anfällt. Im Fall des Landschaftsgärtners, der saison- und witterungsabhängig ist, erzeugt die derzeitige Rechtslage deshalb immer wieder massive Probleme. Erstrebenswert wäre es, in der warmen Saison und bei schönem Wetter die tägliche Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden pro Tag ausdehnen zu können und in der kalten Jahreszeit und bei starken Regenfällen oder Gewittern, wenn keine auswärtigen Arbeiten möglich sind, diese zu reduzieren.

Auswirkungen von NWOW ("New World of Work") für Unternehmen
Quelle: Studie: "Arbeitsweisen im Wandel. Wann, wo, wie und womit wird gearbeitet?" HMP, METIS; IMC Fachhochschule Krems, 2016

Durch eine interne Flexibilität, etwa Überstundenauf- und abbau oder Urlaubsauf- und abbau, könnte so auch auf Nachfrageschwankungen wesentlich besser reagiert werden, was Jobs in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sogar retten kann. Auch teure Steh- und Leerzeiten lassen sich durch flexible Arbeitszeitmodelle verringern. Daneben erhöhen verkürzte Reaktionszeiten bei Aufträgen sowie ein besserer Kundenservice durch längere Ansprechzeiten die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Arbeitnehmer gewinnen

Wenn ein individueller Gestaltungsraum im Unternehmen ermöglicht wird, sind viele Mitarbeiter gerne bereit, flexibler zu agieren, belegen aktuelle Studien. Mehr noch: Sie sind meist froh, aus dem starren Arbeitskorsett ausbrechen zu können. Gerade jungen Menschen ist eine ausgeglichene Work-Life-Balance häufig wichtiger als Gehalt und Prestige. Und auch bei älteren Arbeitnehmern stehen altersgerechte Arbeitszeiten weit oben.

Auswirkungen von NWOW ("New World of Work") für Arbeitnehmer
Quelle: Studie: "Arbeitsweisen im Wandel. Wann, wo, wie und womit wird gearbeitet?" HMP, METIS; IMC Fachhochschule Krems, 2016

Wenn die persönliche Arbeitszeit auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Vorteile abgestimmt werden kann, sind Familie, Beruf und Freizeit einfach besser miteinander vereinbar. Ein wesentlicher Vorteil der Flexibilisierung bestehender Arbeitszeitmodelle ist auch, dass Arbeitsplätze insgesamt sicherer werden, was wiederum den Arbeitnehmern unmittelbar zugutekommt.

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    foto: mamanamsai
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