Telefonica will Teile von O2 in Großbritannien an die Börse bringen

5. September 2016, 13:16
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Nach gescheitertem Verkaufsversuch

Nach dem geplatzten Verkauf seines Mobilfunkanbieters O2 in Großbritannien will der verschuldete spanische Telekommunikationsriese Telefonica nun einen Teil davon an die Börse bringen. Telefonica habe mit den "Vorbereitungen" für einen möglichen Verkauf von O2-Anteilen an der Börse begonnen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Auch die Infrastruktur-Tochter Telxius soll Geld in die Kasse spülen – hier sollen mindestens 25 Prozent an die Börse.

EU-Kommission verbot das Geschäft im Mai

Telefonica, einer der fünf größten Telekommunikationskonzerne der Welt, zu dem auch die deutsche Marke O2 gehört, hat fast 53 Mrd. Euro Schulden (Stand Ende Juni). Die Mobilfunktochter in Großbritannien sollte an den Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong verkauft werden – doch die EU-Kommission verbot das Geschäft im Mai. Die Übernahme hätte laut Behörde negative Auswirkungen auf den Wettbewerb und Nachteile für die Verbraucher gebracht, weil Hutchison bereits den Konkurrenten Three UK in Großbritannien betreibt.

Die Telxius-Anteile will Telefonica vor Ende des Jahres an die Börse bringen, wie der Konzern weiter mitteilte. Telxius ist auf Tiefseekabel spezialisiert. Laut dem spanischen Wirtschaftsblatt "Expansion" könnte der Verkauf der Aktien bis zu 2,5 Mrd. Euro einbringen – geplant sei die Veräußerung von 40 Prozent. Telefonica versicherte am Montag, der Konzern wolle auf jeden Fall die Mehrheit behalten.

Halbjahreszahlen

Telefonica hatte vergangene Woche Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der Gewinn fiel von Jänner bis Juni um mehr als 40 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,24 Mrd. Euro. Als Grund nannte der Konzern fallende Währungskurse in wichtigen Märkten wie Brasilien, Großbritannien oder Argentinien. (APA, 5.9. 2016)

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