Netzneutralität: Behörde prüft Tarife von Kurier und Krone "sehr genau"

6. September 2016, 11:51
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RTR: "Wir werden auch sehr genau prüfen, ob das Produkt den Vorgaben zur Netzneutralität entspricht"

Die beiden Tageszeitungen, Krone und Kurier, haben – vergangene Woche – in Kooperation mit A1 eigene Mobilfunkangebote an den Start gebracht. Die Tarife sorgen seit seinigen Tagen für Kritik, da sie gegen die Netzneutralität verstoßen könnten. Durch sogenanntes Zero Rating werden andere Anbieter benachteiligt, heißt es von Netzaktivisten. Denn mit den Tarifen kann man auf den Newsportalen von Krone beziehungsweise Kurier innerhalb Österreichs gratis surfen. Das bedeutet, dass durch das Ansurfen der Seiten generierte Daten nicht beim gebuchten Datenpaket des Nutzers verrechnet werden.

"Wir werden auch sehr genau prüfen, ob das Produkt den Vorgaben zur Netzneutralität entspricht"

Ob die Tarife tatsächlich gegen die Netzneutralität verstoßen, wird in den nächsten Wochen von der zuständigen Telekombehörde RTR untersucht. "Wir werden auch sehr genau prüfen, ob das Produkt den Vorgaben zur Netzneutralität entspricht", heißt es auf Anfrage zum STANDARD. Die EU hat er st am 30. August neue Regeln zur Netzneutralität veröffentlicht.(sum, 6.9. 2016)

  • Aktivisten aus Wien demonstrierten im Juni für Netzneutralität.
    foto: sum

    Aktivisten aus Wien demonstrierten im Juni für Netzneutralität.

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