Wiener "Tatort" mit süßem Hund und brutalen Strizzis: Top oder Flop?

Ansichtssache4. September 2016, 18:23
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Wie hat Ihnen die Folge "Die Kunst de Krieges" gefallen?

Am Sonntag ermittelten wieder die Wiener "Tatort"-Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser). Die Folge mit dem Titel "Die Kunst des Krieges" führt die Ermittler zu Beginn an den Stadtrand von Wien, wo ein türkischer Geschäftsmann grausam ermordet wurde. Als Eisner im Zuge der Ermittlungen bei der zuständigen Kollegin (Kristina Sprenger) auf eine junge Ukrainerin (Janina Rudenska) stößt, die im Haus des Mordopfers über Jahre zur Prostitution gezwungen worden ist, scheinen die Ermittler einem Menschenhändler- und Schlepperring auf der Spur zu sein. Dann taucht auch noch Bibis alter Bekannter Andy Mittermeier (Michael Fuith) auf.

foto: orf

"Eisner und Fellner werden erneut mit dem Prostitutionselend konfrontiert. Ein 'Tatort', der für sein Thema ein bisschen zu süß daherkommt", schreibt Christian Buß im "Spiegel", "statt die unübersichtliche Gemengelage von albanischen, türkischen und tschetschenischen Mafioso im Wiener Rotlichtmilieu in einer komplexen Story aufzuschlüsseln, bekommen die Ermittler einfach einen deutschen Paten mit dem Namen Andy Mittermeier (Michael Fuith) vor die Nase gesetzt, der in seinem pelzbesetzten Mantel ein bisschen so aussieht, wie sich der Regisseur einer Schultheateraufführung Mackie Messer vorstellen mag."

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foto: orf/superfilm/klaus pichler

"Auch der 14. Fall des Ermittlerduos Eisner/Fellner ist mehr als sehenswert und hat alles, was man von einem guten Fall erwartet: ein hochaktuelles Thema, schillernde, facettenreiche Figuren, gute Filmmusik, Actionszenen, Spannung und charakterstarke Kommissare. Einschalten!", urteilt Angelika Zahn auf focus.de.

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foto: orf/superfilm/klaus pichler

Auch Stern.de-Kritiker Carsten Heidböhmer lobt die Folge: "So gut war schon lange kein Wien-'Tatort' mehr. Denn anstelle die Realität besonders akkurat abbilden zu wollen, erzählt dieser Fall eine spannende Gangster-Geschichte – und bietet mit dem von Michael Fuith grandios gespielten Rotlicht-König einen filmreifen Bösewicht auf."

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"Es geht in diesem 'Tatort', der nicht das schöne Habsburger-, sondern das triste, braun-graue Wien zeigt, ja auch um vieles, wenn nicht gleich um alles, was die Menschen gerade so umtreibt: Flüchtlingselend, Schlepperunwesen, illegale Prostitution, Geldwäsche, organisiertes Verbrechen. Türken, Tschetschenen, Albaner – alle kommen vor, es fehlt nur noch der Tierschutzverein", schreibt Birgit Baumann im TV-Tagebuch des STANDARD.

Wie hat Ihnen diese Folge gefallen? Top oder Flop? (red, 4.9.2016)

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