Italien drängt Libyens Regierung zur Kooperation

3. September 2016, 10:18
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Rom will massive Flüchtlingsströme stoppen

Rom – Nachdem binnen fünf Tagen mehr als 15.000 Menschen vor der libyschen Küste gerettet wurden drängt Italien die libysche Einheitsregierung von Ministerpräsident Fayez al-Sarraj zur Zusammenarbeit, um die Flüchtlingswelle in Richtung Sizilien zu stoppen. "Wir haben die libysche Einheitsregierung zur Kooperation auf höchster Ebene gedrängt", sagte Italiens Außenminister Paolo Gentiloni.

In einer Erklärung der italienischen Regierung am Freitagabend hieß es, dass die Einrichtung einer italienisch-libyschen Kommission geplant sei, die sich mit Strategien zur Einschränkung der Flüchtlingsströme befassen solle. Ziel sei "die Kontrolle und die effiziente Reduzierung des Flüchtlingsphänomens".

Gentiloni berichtete nach Angaben italienischer Medien vom Samstag, dass Italien und die USA gemeinsam an einer diplomatischen Initiative arbeiten, um eine Brücke zwischen der Regierung von al Sarraj und dem mächtigen General Khalifa Haftar zu bilden, der als einer der wichtigsten Hintermänner des Widerstands gegen die Einheitsregierung gilt. Gentiloni nimmt mit den Chefdiplomaten der 28 EU-Länder am Samstag in der slowakischen Hauptstadt Bratislava an einem Ministertreffen teil. (APA, 3.9.2016)

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