Schadstoffe im Ärmelkanal gefährden Delfine

2. September 2016, 14:52
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Forscher messen bei Tieren hohe Konzentrationen von PCBs und Quecksilber

Cherbourg – Delfine im Ärmelkanal sind deutlich stärker durch Schadstoffe gefährdet als angenommen: Laut einer am Freitag in Frankreich veröffentlichten Studie wurden bei ihnen hohe Konzentrationen von PCBs – hochgiftigen Chlorverbindungen – und von Quecksilber nachgewiesen. "Die Konzentrationen sind hoch genug, um Meeressäuger und Große Tümmler zu gefährden", sagte die Leiterin der Untersuchung, Cyrielle Zanuttini.

Die Autoren der Studie stellten bei rund 400 untersuchten Delfinen eine 1,4 Mal höhere PCB-Konzentration fest als Wissenschafter aus den USA bei einer vergleichbaren Untersuchung. Auch die Konzentration von Quecksilber sei Besorgnis erregend hoch, betonte Zanuttini.

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebserregende Chlorverbindungen und bereits seit 2001 weltweit verboten. Allerdings sind sie nach wie vor in Gewässern und im Boden nachweisbar. (APA, 2. 9. 2016)

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