Mercedes dominiert Monza-Training

2. September 2016, 13:43
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Hamilton 0,193 Sekunden vor Rosberg – Ferrari und Red Bull mit Respektabstand

Monza – Mercedes hat auch den ersten Trainingstag des Europa-Finales der Formel 1 im Königlichen Park von Monza dominiert. Weltmeister Lewis Hamilton erzielte am Freitag in 1:22,801 Minuten Tagesbestzeit. Sein deutscher Stallrivale Nico Rosberg, der am Vormittag der Schnellste gewesen war, verlor 0,193 Sekunden auf den Briten. Ferrari positionierte sich vor Red Bull als erster Herausforderer.

Die Italiener hielten den Rückstand auf Mercedes dank eines Motoren-Updates für das Heimrennen in Grenzen. Sebastian Vettel verlor als Dritter 0,453 Sekunden auf Hamilton, bei Kimi Räikkönen waren es 0,626. Räikkönen wurde auf dem Hochgeschwindigkeitskurs, auf dem drei Viertel mit Vollgas gefahren werden, mit 370,1 km/h gemessen. Der Rekord von Juan Pablo Montoya steht seit 2005 bei 372,2 km/h.

Red-Bull-Jungstar Max Verstappen hatte als Fünfter bereits Respektabstand, sein Teamkollege Daniel Ricciardo wurde Sechster. Verstappen musste am Freitag bei Renndirektor Charlie Whiting antanzen, um ihm seinen aggressiven Fahrstil zu erklären, der zuletzt in Spa erneut für Diskussionen gesorgt hatte. Vettel und Räikkönen hatten ihre Sicht der Dinge zur Karambolage in Belgien am bereits Vortag dargelegt.

Das Ferrari-Heimrennen in Monza hat Vettel bereits dreimal gewonnen (2008, 2011 und 2013), allerdings noch nie für die Scuderia. Die Italiener warten seit fast einem Jahr auf einen Grand-Prix-Sieg. Der bisher letzte gelang Vettel am 20. September des Vorjahres in Singapur. "Ganz oben ist unser Ziel, wir müssen aber auch realistisch bleiben", sagte der Deutsche.

Für einen Erfolg im Autodromo Nazionale wird es wohl Mithilfe von den überlegenen Mercedes bedürfen – auch wenn Vettel mit dem Training nicht unzufrieden war. "Alles in allem kamen wir ganz gut zurecht", meinte der Hoffnungsträger der Ferrari-Fans. "Ich denke, es ist noch einiges an Potenzial im Auto. Es liegt an uns, das rauszukitzeln."

Klarer Favorit bleibt Mercedes. Die Silberpfeile haben in diesem Jahr zwölf von 13 möglichen Pole Positions geholt. Hamilton fuhr bereits im Training eine halbe Sekunde schneller als vor einem Jahr im Qualifying. In der WM-Wertung führt der Titelverteidiger vor dem 14. von 21 Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) neun Punkte vor Rosberg. Ricciardo, für Red Bull zuletzt dreimal in Folge auf das Podest gefahren, liegt als Dritter bereits 81 Zähler zurück. (APA, 2.9.2016)

  • Nicht unüblich: Mercedes gibt den Ton an.
    foto: apa/afp/isakovic

    Nicht unüblich: Mercedes gibt den Ton an.

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