Italienische Wirtschaft tritt auf der Stelle

2. September 2016, 11:48
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Stagnation von Von April bis Juni

Rom – Italiens Wirtschaft stagniert. Von April bis Juni schaffte die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Vergleich zum Jahresanfang kein Wachstum, wie das nationale Statistikamt Istat am Freitag nach endgültigen Berechungen mitteilte. Damit hinkt das Land dem Währungsraum deutlich hinterher, wo die Wirtschaftsleistung im Schnitt um 0,3 Prozent zulegte. Dies bedeutet zugleich einen Rückschlag für Ministerpräsident Matteo Renzi, der Italien nach drei Jahren Rezession und einem leichten Wachstum 2015 nun wirtschaftlich wieder auf Kurs bekommen will. Renzi hatte zuletzt gehofft, dass es doch noch einen geringen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Frühjahr gegeben haben könnte.

Die Regierung peilt für 2016 rund 1,2 Prozent Wachstum an, nach plus 0,8 Prozent im vorigen Jahr. Im abgelaufenen Quartal sorgte allein der Export für Schwung, während die Inlandsnachfrage leicht bremste. Die Ausgaben der öffentlichen Hand dämpften die BIP-Entwicklung. Der private Konsum und die Investitionen konnten die Wirtschaft ebenfalls nicht anschieben. (Reuters, 2.9.2016)

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