Wahl: ORFler sollen "auf parteipolitisches Engagement verzichten"

2. September 2016, 11:29
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ORF-General Wrabetz warnt vor wahlwerbendem "Missbrauch" von Liveauftritten

Wien – ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat die Journalisten und Programmmitarbeiter des ORF in einer internen Mitteilung am Freitag daran erinnert, "in Vorwahlzeiten der Einhaltung des Objektivitätsgebots besonderes Augenmerk zu geben". Er versandte Richtlinien "im Sinne der Unangreifbarkeit der ORF-Berichterstattung".

Die Richtlinien im O-Ton:

"Auftritte der Kandidaten in Sendungen, die nicht der Information über das politische Geschehen im weitesten Sinn dienen, sollen vor dem Wahltermin nach Möglichkeit unterbleiben."

"Weiters hat die Erfahrung gezeigt, dass auch Auftritte in den ORF-Sendungen von Personen des öffentlichen Lebens, die keine Politiker sind, mitunter für Statements mit wahlwerbender Wirkung missbraucht werden – insbesondere in Live-Sendungen. Derartiges ist nach Möglichkeit auszuschließen."

"Die Glaubwürdigkeit von Objektivität, Unparteilichkeit und journalistischer Unabhängigkeit leidet, wenn die dazu Verpflichteten parteipolitisches Engagement zeigen. Im Sinne des ORF ersuche ich, auf derartige Aktivitäten zu verzichten, bereits genehmigte Aktivitäten nochmals auf diese Krtierien zu überprüfen, und im Falle einer Interessenskollision mich vor einem beabsichtigen Engagement zu informieren." (red, 2.9.2016)

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    foto: red
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