Airpower: Doskozil verspricht weitere Flugshows

2. September 2016, 10:04
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Zweitägige Flugshow mit 240 Fluggeräten soll 300.000 Besucher anlocken

Zeltweg – Mit einem Überflug eines Eurofighters, eines Alpha Jets der Flying Bulls sowie dem Grünen Steiermark-Herz-Ballon und drei Pilatus PC-6 Flugzeugen ist die zweitägige Flugshow Airpower am Freitagvormittag im steirischen Zeltweg unter wolkenlosem Himmel eröffnet worden. 240 Fluggeräte sollen an die 300.000 Besucher anlocken. Der Anreiseverkehr war schon in der Früh zäh, Staus blieben nicht aus.

Die Flugshow Airpower von Heer, Red Bull und Land Steiermark wird es laut Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) auch künftig geben. Auf einen möglichen Zwei- oder Drei-Jahres-Rhythmus der Airpower wollte er sich nicht festlegen, zumal Österreichs EU-Vorsitz durch den "Brexit" auf 2018 vorgezogen werde.

Bundesheer als Dienstgeber bewerben

Die an der Airpower 2013 geübte Kritik des Rechnungshofes nehme er ernst und die Vorschläge würden auch umgesetzt. Die Bewilligung zur Abhaltung der Flugshow wurde eingeholt. "Die Airpower kostet etwas, das ist klar, aber es gibt auch mehrfache Rückflüsse". In Bezug auf die Kritik an mangelnden Zielen der Flugshow als Rekrutierungsinstrument für Soldaten und Piloten sagte der Minister: "Neben der Airpower haben wir den 26. Oktober mit der Leistungsschau in Wien. Das sind unsere Werbemaßnahmen, bei denen wir das Bundesheer als attraktiven Dienstgeber präsentieren. Wir wollen bis 2020 bei Präsenz- und Kaderpersonal von 2.000 auf 6.000 anwachsen, und für die nächsten fünf Jahre suchen wir rund 50 Piloten für alle Arten von Luftfahrzeugen, also acht bis zehn pro Jahr". Vor allem würden Hubschrauberpiloten gebraucht.

Doskozil empfängt am Freitag und Samstag in Graz und Zeltweg seinen schwedischen Amtskollegen Peter Hultquist: "Eines der Gesprächsthemen ist natürlich die Migrationsthematik, da ist ja Schweden wie wir besonders betroffen." Es gehe um Erfahrungsaustausch in Bezug auf Organisation, die Zugänge Schwedens zur Problematik und auch die Rückführung von Migranten. Auf die Frage, ob es dazu auch eine bilaterale Arbeitsgruppe geben könnte, sagte Doskozil: "So weit würde ich nicht gehen. Aber das eine oder andere schwedische Ergebnis könnte auch für uns interessant sein".

Dank an Mateschitz

Bei der Eröffnung der Flugshow betonte Doskozil, dass die Airpower ein ganz wichtiges Asset für die Region sei. "Das Geld kommt als mehrfacher Faktor in die Region zurück. Die Veranstaltung ist ein Grant für wirtschaftliche Stabilität und Aufschwung, das Land Steiermark dabei ein verlässlicher Partner". Sein Dank gehe auch an "Didi Mateschitz und Red Bull für die fliegerische Darstellung". Die Red-Bull-Beteiligung sorge auch dafür, dass man die Flugshow weiter veranstalten könne.

Landesrat Christopher Drexler (ÖVP) sagte: "Die Airpower ist eine international anerkannte Großveranstaltung, dank des Bundesheeres und Red Bull." Der Unternehmer sei ein "überragender Faktor" für die Region geworden.

Nach der krachenden Eröffnung durch einen Alpha Jet und einen Eurofighter, geflogen von Oberstleutnant Jörg Sandhofer, folgte bei fast wolkenlosem Himmel ein sogenannter Fahnensprung – mit EU-, Steiermark- und Österreichfahne – von zwölf Fallschirmspringern aus zwei Pilatus PC-6. (APA, 2.9.2016)

  • Die Flugshow Airpower von Heer, Red Bull und Land Steiermark wird es laut Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) auch künftig geben.
    foto: apa/scheriau

    Die Flugshow Airpower von Heer, Red Bull und Land Steiermark wird es laut Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) auch künftig geben.

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