Razzia bei Mitsubishi nach Ausweitung des Sprit-Skandals

2. September 2016, 11:26
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Japanischer Autobauer soll Sprichtverbrauchstests manipuliert haben

Tokio – Nach Ausweitung des Sprit-Skandals bei Mitsubishi ist der Hauptsitz des japanischen Autobauers durchsucht worden. Zudem habe es eine Razzia im Werk in der Stadt Nagoya gegeben, teilte das Verkehrsministerium am Freitag mit. "Wir wollen die Umstände sorgfältig überprüfen, die zu dieser Situation geführt haben", sagte Verkehrsminister Keiichi Ishii zu Journalisten.

Der Skandal um manipulierte Spritverbrauchstests bei Mitsubishi betrifft nach Angaben des Ministeriums acht weitere Modelle. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Autobauer auch bei Geländewagen wie Outlander oder Pajero geschummelt habe. Mitsubishi darf die Modelle auf dem heimischen Markt nun bis zur Richtigstellung der Werte nicht mehr verkaufen. Dies werde voraussichtlich wenige Wochen dauern. Dennoch bedeutet dies einen weiteren Rückschlag für Japans sechstgrößten Autobauer.

Entwarnung gibt es unterdessen für Mitsubishi-Fahrer in Österreich: Die Vorwürfe im Zuge des Sprit-Skandals betreffen lediglich Pkw, die in Japan zum Einsatz kommen. Fahrzeuge in Österreich bzw. in ganz Europa sind davon nicht betroffen, so Andreas Kostelecky, Verkaufsleiter für Mitsubishi beim österreichischen Generalimporteur Denzel. (Reuters, 2.9.2016)

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