ZTE Axon 7 Mini ausprobiert: Audiophiles Android-Phone für 300 Euro

2. September 2016, 17:11
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Kleinere Ausgabe des Sommer-Flaggschiffs kommt mit eigenem Soundchip und zwei Frontlautsprechern

Im Juli hat ZTE mit dem Axon 7 sein Smartphone-Sortiment um ein weiteres Highendgerät aufgerüstet. Ein 2K-Display, Qualcomms Snapdragon 820-Chip und vor allem frontseitige Stereolautsprecher nebst eigenem Soundchip bietet das Gerät, das bisher seinen Weg nach Österreich offiziell noch nicht gefunden hat.

Auf der IFA in Berlin hat der Konzern nun nachgelegt, und eine kleinere, günstigere Ausgabe des 5,5-Zöllers präsentiert: Das Axon 7 Mini. Der WebStandard hatte Gelegenheit zu einem kurzen Hands-on mit der kompakteren Version.

5,2 Zoll, Snapdragon 617

Doch zuerst zum Datenblatt: Der AMOLED-Bildschirm wurde für die Mini-Ausgabe auf 5,2 Zoll geschrumpft, was in Kombination mit schmalen Seitenrändern für gute, einhändige Verwendbarkeit sorgen soll. Die Bildschirmauflösung wurde auf Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) abgespeckt – der Unterschied ist mit freiem Auge ohnehin nicht zu erkennen.

Auch beim Prozessor wechselte man eine Klasse nach unten. Statt einem Performancewunder steckt mit dem Snapdragon 617 nun ein solider, sparsamerer Mittelklassechip im Gerät. Er darf auf drei GB RAM zugreifen, der Onboardspeicher beträgt 32 GB. Eine Erweiterung um bis zu 256 GB ist möglich, allerdings nur wenn man dafür einen der beiden SIM-Slots mit einer microSD-Karte belegt. Das Telefon beherrscht auch LTE-Verbindungen, inklusive dem in Zentraleuropa wichtigen Band 20.

16-MP-Kamera

Kameraseitig setzt man auf einen 16-Megapixel-Chip mit Phase Detection-Autofokus, die Frontkamera liefert acht Megapixel. Der Akku ist mit 2.705 mAh dimensioniert und per Quickcharge binnen 30 Minuten von Null auf rund 50 Prozent aufladbar. Für schnelle Entsperrung steht ein Fingerabdruckscanner bereit.

Im Trend

In Sachen Verarbeitung macht das Axon 7 Mini im Hands-on einen guten Eindruck. Gleichzeitig bestätigt es auch einen Trend in Richtung Metallgehäuse und "Premium-Look-and-Feel" bei Smartphones der Preisklasse 200 Euro aufwärts. Das vorinstallierte Android 6-System läuft mit einer ZTE-eigenen Oberfläche, dem der Appdrawer zum Opfer gefallen ist.

Die Firmware mag zwar grafisch stark modifiziert sein, erscheint aber auf den ersten Blick ordentlich optimiert. Selbst bei wilden Fahrten durch die Systemmenüs tritt kein Ruckeln auf. Der Bildschirm selbst weiß mit guten Kontrasten und kräftigen Farben zu überzeugen.

Mäßiger Kamera-Ersteindruck

Die Kamera startet flott, die Qualität einiger weniger Testfotos erschien allerdings ausbaufähig. Ein definitives Urteil ist hier allerdings verfrüht, denn messetypische Lichtbedingungen erweisen sich allgemein als besondere Herausforderung für Kamerasensoren. Mit Ergebnissen, wie sie etwa ein iPhone 6s oder LG G5 zu liefern vermag, ist in diesem Segment allerdings nicht zu rechnen.

Ordentlicher Sound

Die Lautsprecher, die Teil der Unique Selling Proposition des Handys sind, klingen für ein Smartphone ordentlich. Bei sehr lauter Musik mit ausgeprägten Höhen oder Bässen geraten aber auch sie ins Schleudern, was sich durch leichtes Scheppern bemerkbar macht. Bei normaler Zimmerlautstärke sollte davon aber nichts zu merken sein.

Ein Test der Soundqualität über Kopfhörer war aus zeitlichen Gründen nicht möglich. ZTE legt jedenfalls In-Ear-Hörer bei, die sich ebenfalls mit hoher Klangqualität auszeichnen sollen. Das Axon 7 Mini wird ab 7. September in Deutschland verfügbar werden und 299 Euro kosten. In Österreich soll das Smartphone im Laufe des Herbstes veröffentlicht werden, heißt es vom Hersteller. (Georg Pichler aus Berlin, 02.09.2016)

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Reise und Unterkunft in Berlin wurden von Sony übernommen.

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