Woher der Dreck kommt

Einserkastl1. September 2016, 17:01
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Die Rufmord-Kampagne gegen Van der Bellen

Die Veröffentlichung von Alexander Van der Bellens Gesundheitsattest ("kein Krebs, super beinand") löste einen Vielzahl von satirischen Reaktionen aus. Der Blog dietagespresse.com verbreitete die Meldung: "Befunde zu früh geöffnet: FPÖ fordert Wiederholung von Van-der-Bellen-Untersuchung". Andere wollten Straches Nase untersucht wissen.

Aber es ist todernst, es geht um Rufmord im Internet. Das geht im konkreten Fall so: Jemand schreibt einen nicht signierten Brief an das Bezirksgericht Innere Stadt, in dem Sachwalterschaft für VdB wegen "Demenz" und "Krebs" beantragt wird. So einen Brief kann jeder schreiben. Der Brief wird aber im deutschen rechtsextremen Blog "politically incorrect" zitiert. Am selben Tag noch verbreitet das eine "Michaela J." über Facebook weiter. Die Identität der Dame ist nicht klar, aber sie ist auf Facebook u. a. mit Christian Höbart, Barbara Rosenkranz und Martin Graf befreundet. Alles bekannte FPÖ-Politiker vom ultrarechten Rand der Partei.

Das Facebook-Posting verbreitete sich rasant und erreichte mehrere Hunderttausend User. Unter den rechten Gruppen, die das Posting teilen, ist ein "Club 3 Kornblume Österreich" (die Kornblume wird u. a. von Norbert Hofer als Symbol getragen).

Manche meinen, man solle das ignorieren ("Man kann dem Dreck ka Watschen geben"). Schon. Aber man muss wissen, wo die Dreckschleudern stehen und wie sie arbeiten. (Hans Rauscher, 1.9.2016)

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