Argentinien: Ein Betonhaus im Wald

Ansichtssache2. September 2016, 07:08
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Inmitten von Baumwipfeln steht an Argentiniens Küste die Casa Marino. Gebaut aus Beton, Holz und Glas – Wohnen und Natur sollen verschmelzen, so die Intention der Architekten

atv arquitectos / albano garcía

Ein kleines Häuschen im Wald sieht anders aus. Und dennoch schmiegt sich die 450 Quadratmeter große Casa Marino im argentinischen Pinamar in seine Umgebung ein.

Die Natur sollte erhalten bleiben und in die Architektur des Hauses mit einfließen, so das ambitionierte Vorhaben des Planungsbüros ATV Arquitectos.

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Sämtliche Hausfronten des Gebäudes lassen sich nach außen hin öffnen, dadurch werden die Räume um einen halbgeschützten Bereich erweitert. "Der Wald ist die Grenze", so die Architekten.

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Die freie Sicht in den Wald hinein und die offenen Strukturen lassen das Haus optisch noch größer wirken. Loft-Ambiente gibt es nicht nur in der Großstadt, die Casa Marino ist der Beweis.

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In der Mitte des Hauses zieht sich eine massive, dunkle Naturholzwand über alle Stockwerke durch die Struktur aus Rohbeton. Sie bietet Stauraum und Platz für Deckenbeleuchtung.

Selbst bei geschlossenen Schiebewänden gelangt durch die großen Glasflächen reichlich Licht in die Räume. Wie in einem Wintergarten entsteht das Gefühl, sich im Freien zu befinden.

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Das obere Stockwerk wirkt optisch privater, doch auch in den Schlafzimmern ist die Weitsicht in den umgebenden Wald vorhanden. Vom 1. Stock gelangt man auf eine Aussichtsplattform auf dem Dach der Casa Marino, von dort aus kann der gesamte Wald überblickt werden.

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Im Erdgeschoß befinden sich eine Küche, ein Ess- und Wohnzimmer, sowie ein Grillbereich. Im obersten Stock gibt es zwei Schlafräume und ein Badezimmer.

Vertikale Linien prägen das ganze Gebäude. In der Maserung des Holzes, den Schiebetüren im Erdgeschoß und nicht zuletzt in den Bäumen rund um das Haus lässt sich dieses einheitliche Muster erkennen.

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Während die Casa Marino sich in Richtung Wald sehr offen gibt, ist die Privatheit in Richtung der bewohnten Bereiche der Nachbarschaft hin größer. Nur wer um das Haus herum geht, bemerkt die Offenheit zur Natur.

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Beim Bau der Außenterrasse wurden bestehende Bäume in die Fläche integriert. Sie wachsen nun durch die Bodenplatten hindurch nach oben und sind fester Bestandteil der Casa Marino. Natur und Wohnhaus verschmelzen. (bere, 2.9.2016)

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