Brennende Akkus: Samsungs Wert um acht Milliarden Dollar gesunken

1. September 2016, 14:33
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Der IT-Konzern hatte die Auslieferung seines Galaxy Note 7-Smartphones stoppen müssen

Samsung befindet sich nach dem Auslieferungsstopp seines Galaxy Note 7-Smartphones in Turbulenzen. Einige Nutzer hatten berichtet, dass der Akku des Mobiltelefons "explodiert" sei und das Smartphone dadurch Feuer gefangen habe. Am Mittwoch kündigte Samsung dann "zusätzliche Qualitätskontrollen" samt "weiterer Verzögerungen" an. Für Samsung ist die Causa doppelt schmerzhaft, da sich das Galaxy Note 7 nicht nur gut verkaufte und von Kritikern gelobt wurde, sondern nun auch vom iPhone 7, das in einer Woche präsentiert wird, überschattet wird.

Unglücklicher Zeitpunkt

"Der Zeitpunkt der Vorfälle hätte nicht schlimmer sein können", sagte der Analyst Bryan Ma von IDC gegenüber Fortune. Samsung SDI, das zu Samsung gehört und Akkus für dessen Mobilgeräte produziert, gab bekannt, keine Informationen zu defekten Akkus erhalten zu haben. Die Aktienkurse von Samsung und Samsung SDI fielen nach dem Bekanntwerden der Causa um mehrere Prozentpunkte, insgesamt büßte Samsung rund acht Milliarden Dollar an Wert ein.

Schon länger besteht der Verdacht, dass Smartphone-Hersteller durch den kürzer werdenden Produktionszyklus schlampiger werden. Auch Apples iPhones hatten einige Probleme, man denke etwa an "Bendgate", also Berichte über verbogene iPhone 6 Plus-Geräte. (red, 1.9.2016)

  • Das hochgelobte und beliebte Galaxy Note 7 hat jetzt Imageprobleme
    foto: reuters/kim jong hi

    Das hochgelobte und beliebte Galaxy Note 7 hat jetzt Imageprobleme

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