Sparen: Österreicher finden Wohnungen besser als Bausparvertrag

1. September 2016, 12:35
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GfK: Personen mit geringem Einkommen horten Geld gern daheim

Wien – Immer mehr Österreicher träumen vom eigenen Heim. War jahrelang der Bausparvertrag der Klassiker unter den Anlageformen, so wird dieser nun bereits zum zweiten Mal in Folge von Wohneigentum und Grundstücken verdrängt. Erst dann folgen Bausparverträge und Gold.

40 Prozent der Österreicher betrachten eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus als attraktivste Anlageform, geht aus dem Gfk-Stimmungsbarometer für das zweite Quartal hervor. Im Auftaktquartal waren es noch 37 Prozent. Mit 33 Prozent Zustimmung rangiert das Grundstück auf Platz zwei der beliebtesten Sparformen (+ 1 Prozent) vor Bausparvertag, der mit 32 Prozent (+2 Prozent) unverändert auf Platz 3 liegt.

Unsicherheit durch Niedrigzinsen

Das Sparbuch hingegen büßte in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit ein, konnte aber zumindest den Wert im Vergleich zum ersten Quartal annähernd halten (18 Prozent, -1 Prozent). Pensionen und Lebensversicherungen mussten ebenfalls Einbußen hinnehmen. "Die turbulenten Diskussionen rund um Niedrig- und Nullzinsen im Winter bzw. Frühjahr haben die Werte vieler Anlageformen im ersten Quartal recht deutlich sinken lassen, während sich die Situation in den vergangenen Monaten wieder etwas normalisiert hat. So zeigt das zweite Quartal einen leichten Aufwärtstrend bei den Produkten der klassischen Altersvorsorge", so Sebastian Huchler, Finanzmarktforscher bei GfK Austria, laut Aussendung.

Insgesamt hat sich das Interesse der Österreicher an traditionellen Sparprodukten laut Studie gefestigt. Eine gewisse Skepsis bleibt allerdings. So setzt sich der Trend des Zuhause-Sparens (16 Prozent, +2 Prozent) fort.

Überdurchschnittlich zulegen konnten laut Aussendung Aktien bei Personen mit niedrigem bis mittlerem Haushaltseinkommen, wenn auch das Interesse an Aktien (14 Prozent, +3 Prozent) bei Personen mit mittlerem bis höherem Einkommen generell etwas höher ist. Insgesamt, so resumiert Gfk, habe sich das Vertrauen in klassische Sparformen in diesem Quartal erholt. Ein Ende der Talfahrt scheint daher in Sicht. (red, 1.9.2016)

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