Arbeitslosigkeit im August auf neuem Rekordniveau

1. September 2016, 09:23
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Arbeitslosenquote weiter bei 8,3 Prozent – Aufwind in der Wirtschaft: Zahl der offenen Stellen stieg um ein Drittel

Wien – Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im August erneut auf ein Rekordniveau gestiegen. Im Vergleich zum August des Vorjahrs waren 1,1 Prozent mehr Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet also 388.624 Personen (+4.039). Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag unverändert bei 8,3 Prozent.

Ende August gab es 329.862 vorgemerkte Arbeitslose, das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) stieg um 2,3 Prozent auf 58.762, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit.

Der leichte Aufwind der Wirtschaft schlägt sich auch in den Stellenanzeigen nieder: Die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen stieg gegenüber dem Vorjahr um 34,6 Prozent auf 43.120. Die Zahl der aktiv unselbstständig Beschäftigten erhöhte sich per Ende August laut einer vorläufigen Prognose um 32.000 (+0,8 Prozent) auf 3,546 Millionen.

Starke Zunahme in Wien

Die Zahl der Jobsuchenden in Wien ist ebenfalls weiter im Steigen: Im August waren 124.853 Menschen als arbeitslos vorgemerkt – ein Anstieg um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zugleich wuchs die Zahl der Schulungsteilnehmer um 10,4 Prozent auf 24.940. In Summe waren somit um 3,8 Prozent mehr Wiener ohne Job, teilte das Wiener AMS am Donnerstag mit.

Einen Rückgang verzeichnete das AMS Wien bei den jungen Jobsuchenden: Die Zahl der unter 25-Jährigen ist um 3 Prozent zurückgegangen, die der unter 20-Jährigen um 10,1 Prozent. Einen Anstieg gab es hingegen bei der Gruppe der Über-50-Jährigen, und zwar um 4,2 Prozent.

Besser als EU-Schnitt

Nach der Berechnungsmethode von Eurostat lag die Arbeitslosenquote in Österreich bei 6,0 Prozent und damit unter dem EU-Mittel von 8,6 Prozent. Den besten Wert weist Malta mit 3,9 Prozent vor Deutschland und Tschechien mit jeweils 4,2 Prozent auf. Österreich kommt auf den sechstniedrigsten Wert. Schlusslichter sind weiterhin Spanien mit 19,6 Prozent und Griechenland mit 23,5 Prozent. Dort war also fast jeder Vierte auf Arbeitssuche.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich lag nach Eurostat-Berechnungen bei 11,3 Prozent, was den viertniedrigsten Wert in der EU darstellt. In der gesamten EU waren 18,8 Prozent der Jugendlichen arbeitslos gemeldet. Unverändert schlimm war die Situation in Griechenland, wo mit 50,3 Prozent mehr Jugendliche auf Jobsuche waren als in einem Beschäftigungsverhältnis. (APA, red, 1.9.2016)

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