AfD-Chef distanziert sich von Kooperation mit NPD

1. September 2016, 08:50
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Meuthen: Keine Zusammenarbeit, aber auch keine Ablehnung vernünftiger Vorschläge

Berlin – Der Chef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Jörg Meuthen, hat sich von der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) distanziert und lehnt eine Kooperation mit ihr ab. "Wir haben eine ganz klare Abgrenzung zu allen extremistischen Positionen und Parteien", sagte Meuthen am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die NPD sei so eine Partei.

"Die AfD wird niemals mit Extremisten paktieren, kooperieren oder zusammenarbeiten", sagte Meuthen. Zugleich bekräftigte er aber, man werde keine vernünftigen Vorschläge ablehnen, nur weil sie von der NPD stammten. In einem Parlament müsse man über die Sache abstimmen. Vernünftige Vorschläge der NPD seien aber ebenso wenig zu erwarten wie ein Einzug der Partei in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Insofern sei das eine "Geisterdebatte".

NPD schafft Einzug laut Umfragen nicht

In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Umfragen zufolge hat die AfD Chancen, zweitstärkste Partei nach der SPD und vor der CDU zu werden. Die NPD würde demnach mit zwei Prozent den Einzug in den Landtag verfehlen.

Meuthen hatte mit Äußerungen in der Zeitung "Mannheimer Morgen" für Aufsehen gesorgt. "Wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht, würden wir genauso wenig gegen sie stimmen, wie wenn das bei den Linken der Fall wäre", hatte der AfD-Bundesvorsitzende gesagt. Kritik, mit solchen Äußerungen mache er die NPD salonfähig, wies Meuthen nun zurück. (Reuters, 1.9.2016)

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