IFA nennt sich nicht mehr Funkausstellung

31. August 2016, 12:37
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Messe trägt Zusatz "Consumer Electronics Unlimited" im Namen

Die IFA in Berlin gilt als Leitmesse für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte. Seit 2005 findet sie nicht mehr alle zwei Jahre, sondern jährlich statt, im Jahr 2008 kamen auf Wunsch der Hersteller auch erstmals Haushaltsgeräte hinzu.

Anders als die Fachmesse CES in Las Vegas ist die IFA in erster Linie eine Publikumsmesse. Für den Handel ist sie auch ein wichtiger Treffpunkt und läutet das Weihnachtsgeschäft ein.

Start 1924 mit 268 Ausstellern und 170.000 Besuchern

Die erste "Große Deutsche Funkausstellung" fand in Berlin im Dezember 1924 mit 268 Ausstellern und 170.000 Besuchern statt. 1930 sprach Albert Einstein ein Grußwort zur Eröffnung, das über Rundfunk übertragen wurde. Während der Nazizeit wurde 1933 der erste Volksempfänger unter dem Funkturm präsentiert, 1935 feierte das erste Tonbandgerät Magnetophon K1 von AEG Premiere.

Weltneuheiten

In der Nachkriegszeit gab es zahlreiche technische Weltneuheiten auf der Messe. 1967 etwa gab der damalige deutsche Außenminister und spätere Bundeskanzler Willy Brandt den Startschuss für das erste Farbfernsehen mit dem PAL-Standard in Deutschland. 1985 gab es eine erste Demo des hochauflösenden Standards HDTV zu sehen.

Heute bezeichnet sich die Messe nicht mehr als Internationale Funkausstellung, sondern nennt sich offiziell IFA mit dem Zusatz "Consumer Electronics Unlimited". Heuer findet die Messe unter dem Funkturm offiziell vom 2. bis zum 7. September statt. (APA, 31.8. 2016)

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    foto: apa
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