Österreich kann sich nicht mit Geflügel und Fisch selbst versorgen

31. August 2016, 11:15
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Auch bei Eiern und Butter deckt die heimische Produktion den Bedarf nicht gänzlich – Überversorgung bei Trinkmilch und Rindfleisch

Wien – Österreich kann den Bedarf bei einigen Nahrungsmitteln nicht zur Gänze aus heimischer Produktion decken. Der Selbstversorgungsgrad lag im Jahr 2015 bei Eiern bei 84 Prozent, bei Butter waren es 75 Prozent und bei Geflügelfleisch 67 Prozent. Bei Fisch übersteigt die Nachfrage das Angebot eklatant, der Selbstversorgungsgrad lag nur bei 6 Prozent. Eine Überversorgung gibt es bei Molkereiprodukten.

Der Selbstversorgungsgrad betrug für Trinkmilch (inkl. Joghurt) 162 Prozent, für Rind- und Kalbfleisch 146 Prozent, für Käse (einschl. Schmelzkäse) 115 Prozent und für Schweinefleisch 103 Prozent, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Zahlen

Zur Deckung des Inlandsbedarfes wurden im Jahr 2015 insgesamt 377.400 Tonnen Fleisch (-7 Prozent), 85.100 t Trinkmilch (-14 Prozent), 110.400 Tonnen Käse (+1 Prozent) sowie 69.900 Tonnen Fische (+1 Prozent) importiert. Exportiert wurden 521.900 Tonnen Fleisch (-4 Prozent), 491.900 Tonnen Trinkmilch (±0 Prozent) und 135.500 Tonnen Käse (+9 Prozent).

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2015 in Österreich bei 97,2 Kilogramm Fleisch, davon 55,5 kg Schweinefleisch, 21,3 kg Geflügel und 17,4 kg Rind- und Kalbfleisch. Außerdem wurden im Durchschnitt 84,8 kg Milch, 21,5 kg Käse, 5,0 kg Butter und 235 Stück Eier pro Person gegessen.

Das österreichische Außenhandelsvolumen mit pflanzlichen und tierischen Produkten stieg von 20,5 Milliarden im Jahr 2014 auf über 21 Milliarden Euro im Jahr 2015. Das entspricht einem Anteil von rund 8 Prozent am gesamten Außenhandelsvolumen von 265,1 Milliarden Euro. Die Agrarimporte erhöhten sich von 10,7 Milliarden auf 11,1 Milliarden Euro, die Exporte von 9,8 Milliarden auf 10,1 Milliarden Euro. Haupthandelspartner waren laut Statistik Austria die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 83 Prozent bei den Importen und 76 Prozent bei den Exporten. (APA, 31.8.2016)

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