Viele Frauen unter JihadistInnen aus Belgien

31. August 2016, 10:08
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Behörden gehen von 104 weiblichen "foreign fighters" aus

Brüssel – Überraschend viele Frauen aus Belgien zieht es offenbar als Kämpferinnen in Konfliktgebiete. Unter 614 BelgierInnen, die in den vergangenen Jahren im Ausland als "foreign fighters" unterwegs sind oder waren, befinden sich 104 Frauen. Der Altersdurchschnitt lag bei rund 20 Jahren, berichteten die belgischen Blätter "Le Soir" und "DH" am Mittwoch unter Berufung auf offizielle Zahlen.

Zahl der ausreisenden KämpferInnen rückläufig

Mehr als zwei Dutzend der KämpferInnen waren demnach an Attentaten beteiligt. Laut Bericht befinden sich derzeit 266 dieser "foreign fighters" aus Belgien in Syrien oder dem Irak. Die restlichen KämpferInnen kehrten zurück oder wurden getötet.

Die Zahl der als KämpferInnen ins Ausland gehenden BelgierInnen geht offenbar zurück. 2012 hätten zwölf Personen pro Monat versucht, als ausländische KämpferInnen aus Belgien auszureisen. Dies waren genau so viele wie 2013. Die Zahl sank 2014 auf elf Personen monatlich und auf nur mehr sechs pro Monat 2015. Im laufenden Jahr hat es laut dem Bericht keine Ausreisen gegeben.

Belgien gilt innerhalb Europas als eines der Länder, aus dem am meisten Menschen als KämpferInnen in Kriegsgebiete gehen. (APA, 31.8.2016)

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