IS-Sprecher Al-Adnani in Syrien getötet

31. August 2016, 05:39
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Laut IS-Sprachrohr Amaq starb Abu Mohammed al-Adnani bei Aleppo

Aleppo – Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Tod eines ihrer bekanntesten Anführer gemeldet. Der auch für die Planung von Anschlägen in Europa und den USA zuständige Propagandachef Abu Mohammed Al-Adnani sei in der syrischen Provinz Aleppo getötet worden, teilte der IS am Dienstag mit. Aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, die USA hätten Al-Adnani bei einem Luftangriff ins Visier genommen. Seinen Tod wollten die USA aber zunächst nicht bestätigen.

Wahrscheinlich bei Luftangriff getötet

Der Syrer gehörte zu den letzten noch lebenden Gründungsmitgliedern des IS. Er galt praktisch als das Gesicht der radikalen Islamisten und trat als ihr Sprecher auf, während IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi selbst kaum öffentlich in Erscheinung tritt. So hatte Adnani im Juni 2014 im Namen des IS ein Kalifat in Teilen Syriens und des Irak ausgerufen. Zuletzt hat der IS in beiden Ländern an Boden verloren.

Adnani soll sich syrischen Rebellen zufolge in der Region Aleppo aufgehalten haben, um die Kampfmoral der dort in Bedrängnis geratenen IS-Kämpfer zu stärken. Wahrscheinlich sei er bei einem Luftangriff getötet worden. Ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums erklärte, das Fahrzeug Al-Adnanis sei in der Stadt Al-Bab unter Beschuss genommen worden.

Fünf Millionen Dollar Kopfgeld

Über Al-Adnanis Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Der IS-Sprecher soll Ende der 1970er-Jahren in Syrien geboren worden sein. Er hatte sich US-Experten zufolge schon vor mehr als zehn Jahren der Extremistengruppe Al-Kaida angeschlossen und war im Irak vorübergehend in US-Gefangenschaft gewesen. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro) auf ihn ausgesetzt.

Beim IS soll er Chef für Auslandsoperationen gewesen sein. Er trat auch immer wieder in IS-Botschaften auf, in denen er zu Anschlägen in Europa und den USA etwa während des muslimischen Fastenmonats Ramadan aufrief. (APA, 30.8.2016)

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