Handballer versprechen spannende Saison

30. August 2016, 18:03
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Bregenz nach Aderlass bei Titelverteidiger Fivers erster Anwärter auf die Meisterschaft – Nachwuchsarbeit wichtige Aufgabe

Wien – Die Handball Liga Austria (HLA) startet am Freitag mit dem Spiel HC Linz gegen HC Bruck (19.30 Uhr) in die neue Saison. Als Favorit geht nicht Titelverteidiger Fivers Margareten, sondern Bregenz ins Rennen. "Wir können eine spannende Saison versprechen", sagte HLA-Präsident Boris Nemsic am Dienstag in Wien. Das große gemeinsame Ziel von Liga und Verband ist die Heim-EM 2020.

Die vergangene Saison war vom Triple-Gewinn der Fivers von Supercup, Cup und Meisterschaft geprägt. Über den Sommer verließen aber wichtige Leistungsträger – allen voran Toptalent Nikola Bilyk (THW Kiel) und Tobias Wagner (Balingen-Weilstetten) – die Margaretner. Auch Richard Wöss und Tomas Eitutis (Karriere-Ende) stehen Meister-Coach Peter Eckl nicht mehr zur Verfügung.

"Natürlich sind so viele Abgänge immer eine Herausforderung für einen Trainer", sagte Eckl. "Wir bleiben aber unserer Philosophie treu und wollen junge Talente integrieren und weiterentwickeln." Bregenz-Cheftrainer Robert Hedin wollte dem aber nicht zu viel Gewicht beimessen. "Wir sehen uns dennoch nicht in der Favoritenrolle", meinte der Schwede.

Im Supercup-Duell am vergangenen Wochenende setzten sich die Vorarlberger mit 31:28 durch, nachdem die Wiener zuletzt dreimal in Serie den ersten Titel der Saison geholt hatten. Nemsic. "Sechs, sieben Vereine können ganz vorne mitspielen." In einer Umfrage unter den zehn Klubs hätten sieben auf Bregenz als neuen Meister getippt, drei auf Hard und nur ein einziger auf Margareten.

In Hinblick auf die EM 2020, für die in 176 Wochen der Startschuss fällt, soll die HLA Entwicklungsarbeit leisten. "Auf die Vereine wird es ankommen, ihre Spieler entsprechend vorzubereiten, auszubilden und ihnen auch die Gelegenheit zu geben, Spielzeiten zu bekommen, was nicht immer der Fall ist", bemerkte ÖHB-Präsident Gerhard Hofbauer.

Der Teamchef schaut genau hin

"Ich habe in den letzten Monaten schon gesehen, welche Spieler für mich infrage kommen. Die zehn bis zwölf Legionäre, die wir haben, werden der Kern sein, aber dazu brauche ich auch Spieler aus der HLA. Das ist ganz wichtig, dass ich die Spieler finde, und das werde ich auch machen", gab Teamchef Patrekur Johannesson einen Ausblick. Vier bis sechs Plätze im Kader habe er für die Spieler aus der eigenen Liga reserviert. Die Qualität der HLA als Sprungbrett sei nicht von der Hand zu weisen.

Nun komme es darauf an, den nachrückenden Talenten erneut ein funktionierendes Umfeld zur Entfaltung zu bieten. Nemsic verwies auf eine bereits dokumentierte "hervorragende" Nachwuchsarbeit. "Wir haben so wenige Legionäre wie schon lange nicht, unser Gentlemen's Agreement wird von den Vereinen akzeptiert und durchgezogen", sagte der Präsident. (APA, red, 30.8. 2016)

  • Die Konkurrenz sieht mehrheitlich Bregenz (im Bild Lukas Frühstück) als ersten Anwärter auf den Titel.
    foto: apa/stiplovsek

    Die Konkurrenz sieht mehrheitlich Bregenz (im Bild Lukas Frühstück) als ersten Anwärter auf den Titel.

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