US-Medien vermuten russische Hacker hinter erneuten Cyberangriffen

30. August 2016, 14:45
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Online-Wählerregistrierung betroffen

Hacker womöglich mit Verbindungen zu Russland haben US-Medienberichten zufolge Cyberangriffe auf Wahldatensysteme zweier US-Bundesstaaten verübt. Die US-Bundespolizei FBI sandte demnach diesen Monat einen "Blitzalarm" an die Wahlbehörden und forderte sie auf, wachsam zu sein. In der FBI-Warnung war von Russland nicht die Rede, auch die Namen der Bundesstaaten wurden nicht genannt.

Allerdings berichtete NBC News unter Berufung auf US-Geheimdienstagenten, hinter den Attacken steckten russische Spionagedienste. Bei Yahoo hieß es, die betroffenen Bundesstaaten seien Illinois und Arizona. In Illinois hatten die Behörden im Juli mitgeteilt, es habe einen Hackerangriff auf die Online-Wählerregistrierung gegeben und diese sei deshalb geschlossen worden. Auch in Arizona wurde das entsprechende Wahldatensystem ab Ende Juni sicherheitshalber für neun Tage geschlossen. Seitens der Behörden hieß es aber, die Hacker seien nicht erfolgreich gewesen.

Russischer Geheimdienst

Erst vor einer Woche hatten US-Medien berichtet, Ermittler hielten es für wahrscheinlich, dass der russische Geheimdienst eine Reihe von Cyberangriffen auf US-Medien wie die "New York Times" verübte. Demnach sollen die Cyberattacken Teil einer Angriffsserie sein, von der auch die Demokratische Partei betroffen gewesen sei. Das Wahlkampfmanagement der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte Moskau vorgeworfen, sich in die E-Mails der Parteiführung gehackt zu haben.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte zuvor die gehackten E-Mails veröffentlicht und damit die Parteiführung in Bedrängnis gebracht: Die E-Mails zeigten, wie die Parteispitze die Wahlkampfkampagne des linken Bewerbers Bernie Sanders zugunsten von Clinton zu untergraben versucht hatte. (APA, 30.8. 2016)

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