Erdoğan hält an Kampf gegen syrische Kurdenmilizen fest

30. August 2016, 10:49
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Türkischer Präsident macht keinen Unterschied zwischen IS und YPG – USA fordern Konzentration auf Kampf gegen Jihadisten

Damaskus/Istanbul – Ungeachtet wachsender Sorgen der USA hält die Türkei am Kampf gegen die von Kurden angeführten Milizen in Syrien fest. Präsident Recep Tayyip Erdoğan teilte zum "Feiertag des Sieges" am Dienstag in der Türkei mit: "Unsere Operationen werden weitergehen, bis Terrororganisationen wie Daesh, die PKK und ihr syrischer Ableger YPG keine Gefahr mehr für unsere Bürger sind."

In der Türkei wurde am Dienstag des Sieges in der Schlacht von Dumlupinar im Jahr 1922 während des Unabhängigkeitskrieges gedacht. Daesh ist der arabische Name für die Terrormiliz "Islamischer Staat". Die YPG ist die Kurdenmiliz in Syrien, die eng mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in der Türkei verbunden ist. Die Türkei werde bei den Operationen "sowohl zu Hause als auch in Nachbarländern" keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Terrororganisationen machen, kündigte Erdoğan an.

USA mahnte Ankara

Angesichts der Zusammenstöße zwischen türkischen Streitkräften und den von Kurden angeführten Milizen in Syrien haben die USA die Konfliktparteien aufgefordert, sich auf den Kampf gegen den IS zu konzentrieren. Die YPG gehört im Kampf gegen den IS in Syrien zu den wichtigsten Verbündeten der US-geführten internationalen Koalition, die Luftangriffe auf die Extremisten fliegt.

Die PKK steht sowohl in den USA als auch in der EU auf der Liste der Terrororganisationen. (APA, 30.8.2016)

  • Türkische Panzer in Gefechtsbereitschaft.
    foto: ismail coskun/iha via ap

    Türkische Panzer in Gefechtsbereitschaft.

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