FBI deckt Hackerangriffe auf Wählerverzeichnisse auf

29. August 2016, 20:52
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Persönliche Daten von Wählern gestohlen und Schadsoftware eingeschleust

Washington – Die US-Bundespolizei FBI hat nach zwei Hackerangriffen auf Wählerverzeichnisse einen verstärkten Schutz der entsprechenden Computersysteme gefordert. Der Nachrichtenagentur Reuters lag am Montag eine vertrauliche Warnung vom 18. August an die zuständigen Behörden der Bundesstaaten vor. Demnach sind in den vergangenen Wochen Hacker in zwei Verzeichnisse eingedrungen.

In dem Dokument wurden die betroffenen Staaten zwar nicht genannt. Die Nachrichtenwebsite Yahoo News, die zuerst von der Warnung berichtete hatte, nannte unter Berufung auf Insider Einzelheiten: In Illinois seien die persönlichen Daten von bis zu 200.000 Wählern gestohlen und in Arizona eine Schadsoftware in das System eingeschleust worden.

Einflussnahme befürchtet

In den US-Geheimdiensten wächst die Sorge, dass von Russland oder anderen Staaten unterstützte Hacker versuchen könnten, die Wahl am 8. November zu beeinflussen. Amerikanische Behörden und Sicherheitsexperten machen Angreifer aus Russland für einen Cyberangriff auf Computersysteme der Demokraten verantwortlich. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Präsidenten- und Kongresswahl in den USA wird von den einzelnen Bundesstaaten organisiert. Oft werden veraltete elektronische Wahlmaschinen eingesetzt. Vor einigen Tagen bot US-Heimatschutzminister Jeh Johnson den Wahlbehörden der Staaten Hilfe bei der Sicherung ihrer Systeme an. (APA/Reuters, 29.8.2016)

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