Rauchfrei via Telefon: Im Juli mehr Anrufer als im gesamten Vorjahr

29. August 2016, 16:26
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Die Nummer der österreichweiten Hotline muss seit Ende Mai 2016 auf Zigarettenpackungen gedruckt werden – knapp 4.000 Raucher griffen im Juli zum Telefon

St. Pölten/Wien – Das österreichweite "Rauchfrei-Telefon" verzeichnete im Juli mehr Anrufer als im Gesamtjahr 2015. Das sei eine Auswirkung des neuen Tabakgesetzes, teilte die NÖ Gebietskrankenkasse, Betreiberin der Hotline für das ganze Bundesgebiet, mit. Ende Mai waren die ersten Zigarettenpackungen mit der Nummer der Hotline im Handel. 0800 810 013 wurde im Juli 3.864 Mal gewählt, im gesamten Vorjahr 3.376 Mal.

Seit der Umsetzung der Tabakrichtlinie sind nicht nur Schockbilder auf Zigarettenpackungen verpflichtend, auch die Telefonnummer der sogenannten "Quitline" ist auf jeder in Österreich verkauften Zigarettenpackung abgedruckt. Die kostenlose Hotline ist seit zehn Jahren in Betrieb.

Ein Drittel der Anrufer schaft Nikotinabstinenz

"30 Prozent von allen, die sich an uns wenden, schaffen es auch aufzuhören", erklärt die Leiterin des "Rauchfrei-Telefons", Sophie Meingassner. Die Hotline ist eine Initiative der Sozialversicherungsträger, aller Länder und des Gesundheitsministeriums. Betrieben wird sie von einem Team aus Klinischen Psychologinnen und Gesundheitspsychologinnen der NÖGKK in St. Pölten.

Neben dem Telefon informiert www.rauchfrei.at über Auswirkungen der Nikotinsucht und Raucherentwöhnung. Die Webseite verzeichnete im Vorjahr 600.000 Besucher. Seit 2014 gibt es außerdem die "Rauchfrei App", die laut NÖGKK auch von Usern in Deutschland und der Schweiz genutzt wird. (APA, 29.8.2016)

  • Der erste Schritt, um die Last der Nikotinsucht loszuwerden, beginnt oft mit dem Griff zum Telefon: "30 Prozent von allen, die sich an uns wenden, schaffen es auch aufzuhören", erklärt die Leiterin des "Rauchfrei-Telefons", Sophie Meingassner.
    foto: apa/afp/francois guillot

    Der erste Schritt, um die Last der Nikotinsucht loszuwerden, beginnt oft mit dem Griff zum Telefon: "30 Prozent von allen, die sich an uns wenden, schaffen es auch aufzuhören", erklärt die Leiterin des "Rauchfrei-Telefons", Sophie Meingassner.

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