Moskau reißt hunderte angeblich illegale Kioske ab

Ansichtssache29. August 2016, 15:54
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Mehr als 100 Objekte wurde in zweiter Abrisswelle in Schutt und Asche gelegt

Moskau – Ein halbes Jahr nach der umstrittenen Zerstörung von angeblich illegalen Kiosken, Läden und Imbissbuden in Moskau haben die russischen Behörden eine zweite Abrisswelle gestartet. In der Nacht auf Montag rückten mehr als 100 Bagger und Bulldozer aus, um die Buden und auch fest gebaute Häuser zu beseitigen, wie das Staatsfernsehen zeigte. Innerhalb weniger Stunden blieb von den meisten der 107 Objekte in Metro-Nähe nur noch Schutt übrig. Der Abriss in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Mitte Februar hatte massive Kritik ausgelöst. Die Stadt hatte argumentiert, die Läden seien illegal errichtet und betrieben worden. Zahlreiche Unternehmer hatten gegen das rabiate Vorgehen der Behörden protestiert.

Diesmal kam die Aktion für viele weniger überraschend. Mehr als zwei Drittel der Ladenbesitzer hätten dem Abriss im Vorhinein zugestimmt, teilte Sergej Schogurow von der Stadtverwaltung mit. Zahlreiche Unternehmer hätten ihre Geschäfte zudem mit eigenen Mitteln niedergerissen. Für den Verlust der Ladenflächen stellte die Stadt den Besitzern eine Entschädigung von umgerechnet rund 750 Euro pro Quadratmeter in Aussicht. Nach Behördenangaben sollten insgesamt rund 30.000 Quadratmeter Kioske beseitigt werden. Eine dritte Abrisswelle ist der Agentur Tass zufolge in den kommenden Monaten geplant. (APA, red, 29.8.2016)

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