Über eine Million Fingerabdrücke in österreichischer Datenbank gespeichert

29. August 2016, 14:25
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Bleiben bis zum 80 Lebensjahr gespeichert

Seit 125 Jahren werden Fingerabdrücke für die Verbrechensbekämpfung eingesetzt. Erstmals angewendet wurden sie am 1. September 1891 in Argentinien, berichtete die dpa. In Österreich sind in der zentralen Datenbank nach Informationen des Bundeskriminalamtes (BK) mehr als eine Million Abdrücke gespeichert.

AFIS-Datenbank

Gespeichert werden die Abdrücke hierzulande in der AFIS-Datenbank – Automatisches-Fingerabdruck-Identifizierungs-System. Diese wurde in Österreich im Jahr 1991 eingeführt. Mit Stand Ende 2015 waren darin rund 940.000 Zehnfingerabdrücke erfasst. Der Großteil entfällt auf Straftäter. Bei ein paar handelt es sich auch um sogenannte Gelegenheitspersonen wie etwa unbeteiligte Polizisten oder auch eine Sekretärin, deren Abdrücke beispielsweise nach einem Einbruch in ein Büro erfasst werden, um in weiterer Folge von Spurensicherung ausgeschlossen zu werden. Zu den Zehnfingerabdrücken kommen noch rund 90.000 daktyloskopische Spuren, diese wurden an Tatorten sichergestellt.

Sicherheitspolizeigesetz

Wird eine Person erkennungsdienstlich behandelt, können die Daten je nach Rechtslage sowohl amtswegig, beispielsweise wenn sich ein Verdacht als falsch herausstellt, als auch auf Antrag der Betroffenen gelöscht werden. Das genaue Vorgehen regelt das Sicherheitspolizeigesetz (SPG). Im Regelfall werden Fingerabdrücke von Straftätern, die zum Zeitpunkt der Erfassung älter als 14 Jahre sind, bis zum 80 Lebensjahr gespeichert. Dann werden sie automatisch gelöscht. (APA, 29.8. 2016)

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    foto: apa
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